Eurogarant-Interview „Der Hauptertrag in den Betrieben kommt aus dem Warenhandel!“

Von Christian Otto 10 min Lesedauer

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Die Eurogarant AutoService AG liefert stetig erfolgreiche Zahlen. Dabei steigt gerade im Ersatzteilgeschäft der Druck durch das Wettbewerbsumfeld. Eurogarant-Vorstand Peter Börner ordnet deshalb zusammen mit seinem neuen Vorstandskollegen Sebastian Kaiser die Gegenstrategien ein, die unter anderem auf mehr Kundenaufklärung und ein steuerndes Controlling abzielen.

Peter Börner und Sebastian Kaiser sehen die Eurogarant AutoService AG auf einem sehr guten Weg. (Bild:  Otto - VCG)
Peter Börner und Sebastian Kaiser sehen die Eurogarant AutoService AG auf einem sehr guten Weg.
(Bild: Otto - VCG)

Herr Börner, auf der Eurogarant-Deutschland-Tour wurde auch darüber diskutiert: Die Preise für Ersatzteile steigen, ebenso die Umsätze, doch die Zahl der verkauften Teile im Hause Eurogarant stagniert. Können Sie uns diese Entwicklung erklären?

Peter Börner: Die jährlichen Preiserhöhungen der Ersatzteile durch unsere Lieferanten und OEMs sind nun einmal ein Fakt. Insbesondere nach der Corona-Pandemie nahmen wir teils dramatische Preisanstiege wahr. Im Jahreswechsel 2023 auf 2024 waren es beispielsweise im Durchschnitt 15 Prozent. Eine Heckklappe, besonders anfällig für Haftpflichtschäden, ist sogar bis zu 30 bis 40 Prozent teurer geworden. Parallel verzeichnet die Eurogarant auch einen gestiegenen Umsatz, doch unsere Bestellzahlen zeigen auch, dass die Anzahl der tatsächlich verkauften Teile und der Bestellungen stagniert haben. Dieser Stillstand ist direkt mit einem intensiveren Wettbewerb im Schadenvermittlungs- und Ersatzteilvermittlungsprozess verbunden. Neue Wettbewerber sind nach Corona in den Markt eingetreten und auch die HUK Coburg und Innovation Group erhöhen den Druck. Solche Entwicklungen sind wichtige Einflussfaktoren.