Wenige große Teile statt viele kleine – Giga-Casting wird die Unfallreparatur verändern. Nur eins der Themen, die derzeit die Branche stressen – dazu kommen Leasing, KI, Robotik und Schadensteuerung. Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 20. und 21. März greifen die Themen auf und liefern Lösungen.
Im vergangenem Jahr besuchten mehr als 1.270 Teilnehmer die Würzburger Karosserie- und Schadenstage.
(Bild: Stefan Bausewein)
Der Einsatz von Großgussbauteilen in der Karosseriestruktur, sogenanntes Giga-Casting, nimmt Fahrt auf. Wenige große statt vieler kleiner Bauteile sollen den Karosseriebau schneller und günstiger machen – deshalb interessieren sich weltweit die Autohersteller für diese Technik. Zudem entfallen Fügetechniken für diese Bauteile beziehungsweise Baugruppen. Auch das macht die Produktion der Karosserie schneller und preiswerter.
Die für den Karosseriebau wichtigen Eigenschaften Stabilität, Festigkeit und Leichtbau lassen sich in einem Druckgussbauteil zudem einfacher in Einklang bringen. Insbesondere Tesla sowie die asiatischen Fahrzeughersteller treiben diese Bauweise voran. Technologie-Vorreiter Tesla hat beispielsweise bereits einen einteiligen Hinterwagen im Modell Y umgesetzt.
Auswirkungen auf die Reparatur
Das Marktforschungsinstitut Schlegel und Partner hat untersucht, ob die verschiedenen internationalen Automobilhersteller in der Lage sind, große Druckgussbauteile im Karosseriebau einzusetzen. Demnach nimmt beispielsweise in China der Einsatz von großen gegossenen Karosserieteilen immer mehr zu; europäische und amerikanische Hersteller setzen eher auf mittelgroße funktionsintegrierte Bauteile. Sebastian Lüttig wird in Würzburg die Ergebnisse der Studie erläutern und dabei auf die Pläne der Fahrzeughersteller bezüglich der Großdruckbauteile eingehen.
Aber welche Veränderungen kommen dadurch auf die Reparatur- und Instandsetzungsfachleute in den Betrieben zu? Dieser Frage wollen die Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST) am 20. und 21. März im Vogel Convention Center (VCC) auf den Grund gehen. Das Kraftfahrzeugtechnische Institut (KTI) in Lohfelden hat die Reparaturmöglichkeiten untersucht. Geschäftsführer Helge Kiebach stellt die Ergebnisse dieser Untersuchung auf der Dachtagung vor. Bernd Grüninger, Mitglied der Geschäftsleitung Dekra Automobil GmbH, stellt den KTI-Erkenntnissen die Sicht des Kfz-Sachverständigen gegenüber; und schließlich diskutieren die beiden Moderatoren Christian Otto, Chefredakteur »Fahrzeug+Karosserie«, und Timm Diesbach, Vertriebsleiter Kanzlei Voigt Rechtsanwälte, mit Werkstattinhabern über deren Erfahrungen mit den Giga-Casting-Bauteilen.
Steigender Leasinganteil und Robotik
Der Anteil an gewerblich zugelassenen Fahrzeugen ist in Deutschland seit Jahren konstant hoch. Rund zwei Drittel aller Pkw-Neuzulassungen sind sogenannte Firmenfahrzeuge (gewerbliche Zulassungen). Dazu kommt, dass Leasing auch für private Kunden in den vergangenen Jahren immer interessanter geworden ist. Die Fahrzeuge werden auch aufgrund von gesetzlichen Ausstattungsvorgaben immer teurer, und Automobilhersteller locken mit günstigen Leasingraten. Kurzum, im Falle eines Unfalls entscheidet nicht der Autofahrer bzw. der Besitzer des Fahrzeugs über die Reparatur, sondern der Eigentümer des Fahrzeugs – und das ist der Leasinggeber. Wie dies rechtlich einzuordnen ist und welche Auswirkungen das auf die Werkstätten hat, erläutern der BGH-Richter Dr. Oliver Klein sowie Henning Hamann, Geschäftsführer Kanzlei Voigt Rechtsanwälte.
Schon lange wird die K&L-Branche durch den anhaltenden Fachkräftemangel gestresst. Gute Mitarbeiter zu finden beziehungsweise zu halten wird für die Betriebe immer schwieriger. Da liegt die Idee nahe, für bestimmte Arbeiten Roboter einzusetzen. Die sind in der Lage, den qualifizierten Mitarbeiter zu unterstützen und ihm so die Entscheidung, im Betrieb zu bleiben, zu erleichtern. Erste Ansätze hierfür gibt es im Servicebereich und in der Lackierkabine. Hier heißt es dann: Roboter goes Handwerk. Welche Grenzen der Robotereinsatz beim Lackieren hat, wie die Zukunft aussehen wird, warum man den fachlich gut ausgebildeten Lackierer trotzdem braucht und wie sich sein Berufsbild künftig ändern wird, das erfahren die Teilnehmer der WKST am 20. und 21. März – zudem können sie in Würzburg einen Lackierroboter in Aktion sehen.
Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2026
Unter dem Leitthema „K&L-Betriebe im Stresstest – Die Branche unter dem Einfluss von Gigacasting, Leasing, Digitalisierung und KI“ bieten Ihnen die Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 20. & 21. März 2026 wertvolle Einblicke, spannende Diskussionen und praktische Tipps, um Ihren Betrieb zukunftssicher aufzustellen.
Diese Themenschwerpunkte erwarten Sie:
Großgussteile im Fahrzeugbau – was bedeutet das für die Reparaturfähigkeit?
Rechtlicher Blick auf Haftungsfragen bei Unfällen mit Leasingfahrzeugen
Effizienzsteigerung im Betrieb
Einsatz von KI und Robotik
Schadensteuerung – Einfluss und Perspektiven
NEU: Die Hands-on-Werkstatt-Meile im Außenbereich, in der Sie innovative Werkzeuge direkt vor Ort testen können.
Die Würzburger Karosserie- und Schadenstage führen die Fachmedien »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« in Kooperation mit dem ZKF und der Kanzlei Voigt Rechtsanwälte durch. Unterstützt wird das Event schon von Beginn an von den Platin-Partnern Carbon und Dekra sowie seit Jahren von Fixauto und PPG Nexa Autocolor. Darüber hinaus unterstützen die Gold-Partner AZO, Betag, Bosch, Color Company, Heni, Riparo und TÜV Rheinland die Veranstaltung. Diese wird zudem von einer großen Fachausstellung mit bis zu 90 Ausstellern begleitet. Erstmals gibt es in diesem Jahr die Werkstattmeile, wo Teilnehmer neue Werkzeuge selbst ausprobieren können.
Stand: 08.12.2025
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Im vergangenen Jahr besuchten insgesamt 1.270 Teilnehmer die WKST, über 750 davon trafen sich auf der zugehörigen Abendveranstaltung. Wollen auch Sie beim K&L-Branchentreff des Jahres dabei sein? Dann melden Sie sich hier zu diesem Mega-Event an. (we)