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„Die Herausforderung besteht darin, die in der Ausbildung erlernten Grundlagen zur Perfektion zu bringen", unterstreicht sein Coach Vincent Wicker. Im Training wird Schritt für Schritt an Karosserien geübt, bis schließlich jeder Handgriff sitzt. Eine Aufgabe besteht darin, den Vorderwagen vom Rest des Fahrzeugs zu trennen, dessen Seitenteile rückzuverformen und ein Neuteil wiedereinzusetzen. Dabei sollten weder Spuren des Trennschleifers an benachbarten Bauteilen zu sehen sein, noch dürfen aufgebohrte Schweißverbindungen zu tief ausgeführt werden. „Passiert es dennoch, gibt es Punktabzug", erklärt der Coach. Bereits kleinste Fehler bedeuteten oftmals das Aus für den Wettbewerbsteilnehmer. Vincent Wicker weiß, wovon er spricht, denn 2011 nahm er selbst an den World Skills in London teil.
Training in der Freizeit
„Wer einmal an der Berufsweltmeisterschaft teilgenommen hat, weiß worauf es ankommt, was gefordert wird und wie die Weltmeisterschaft abläuft", erklärt der Coach. Wissen ist eine Sache, Training etwas Anderes: Denn die Vorbereitung auf die World Skills braucht Zeit. Darüber hinaus wichtig ist es, während des Trainings mit den immer gleichen Werkzeugen zu arbeiten, die dann auch in Abu Dhabi zur Verfügung stehen. Für Mirko Betz bedeutet das: mehr als sechs Monate intensive Vorbereitung, meist in der Freizeit und an den Wochenenden. Dabei haben beide das Ziel vor Augen, einen Podestplatz, vielleicht sogar den Titel „Autobody Repair" nach Deutschland zu holen.
Historie
Die WorldSkills werden seit 1950 in einem zweijährigen Turnus durchgeführt. Seit 1999 ist auch der ZKF bestrebt, einen Kandidaten für dieses Event zu finden und im Wettbewerbsberuf Autobody Repair zu trainieren. Innerhalb von 22 Stunden muss die Aufgabenstellung gemeistert werden.
Bisherige Kandidaten und deren Platzierung:
- 11. – 14.11.1999 in Montreal/Kanada: Lars Reinhold, 9. Platz
- 06. – 19.09.2001 in Seoul/Südkorea: Alexander Oberhuber, 8. Platz
- 18. – 22.06.2003 in St. Gallen/Schweiz: Markus Mrotzek, 3. Platz
- 26. – 29.05.2005 in Helsinki/Finnland: Stefan Fischer, 6. Platz
- 14. – 17.11.2007 in Shizuoka/Japan: Michael Kreil, 14. Platz
- 01. – 07.09.2009 in Calgary/Kanada: Richard Büttner, 8. Platz
- 05. – 08.10.2011 in London/England: Vincent Wicker, 12. Platz
- 02. – 07.07.2013 in Leipzig/Deutschland: Christian Heinz, 3. Platz
- 11. – 16.08.2015 in Sao Paulo/Brasilien: Johannes Zäuner, 6. Platz
- 14. – 19.10.2017 in Abu Dhabi: Mirko Betz
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