Oldtimer-Verband Deuvet: Parteien verweigern Statements zu Oldtimer-Fragen

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sie sind Teil der Geschichte des Oldtimer-Verbands: die „Wahlprüfsteine“, eine Reihe von Oldtimer-Fragen an die politischen Parteien im Vorfeld großer Wahlen. Doch dieses Mal ist alles anders: Die Grünen, CDU/CSU, FDP, SPD und auch die Linke ließen den Deuvet abblitzen.

Der Deuvet sucht seit jeher den Austausch mit der Politik, wie hier bei einer Diskussionsrunde auf der Bremen Classic Motorshow 2023 mit (v. l.) Christian Sauter MdB FDP, Deuvet-Präsident Peter Schneider, Bernd Lange MdEP SPD, Tiddo Bresters Präsident FIVA und Jan Hennen Deuvet.(Bild:  Deuvet)
Der Deuvet sucht seit jeher den Austausch mit der Politik, wie hier bei einer Diskussionsrunde auf der Bremen Classic Motorshow 2023 mit (v. l.) Christian Sauter MdB FDP, Deuvet-Präsident Peter Schneider, Bernd Lange MdEP SPD, Tiddo Bresters Präsident FIVA und Jan Hennen Deuvet.
(Bild: Deuvet)

Traditionell versendet der Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e. V., kurz Deuvet, vor Bundestags- und Europawahlen seine sogenannten Wahlprüfsteine zur historischen Mobilität an mehrere Parteien. So möchte er seinen Mitgliedern und allen Freunden des fahrzeugtechnischen Kulturguts eine entsprechende Orientierungshilfe bieten, wie sich die jeweilige Partei gegenüber oldtimerelevanten Themen positioniert. Für die Bundestagswahl 2025 hätte der Verband gerne Antworten auf folgende Fragen gehabt:

  • 1. Plant Ihre Partei Änderungen an den Regularien zum H-Kennzeichen und wenn ja, welche?
  • 2. Wie setzt sich Ihre Partei für die europaweite Harmonisierung der Regularien für historische Fahrzeuge ein (EU-weite Anerkennung 07er- und H-Kennzeichen, gleiche Ausnahmeregelungen bei Fahrverboten in Umweltzonen, …)?
  • 3. Wie wird Ihre Partei den nachhaltigen Einsatz klimaneutraler Kraftstoffe für alle Bestandsfahrzeuge fördern?
  • 4. Wie unterstützt Ihre Partei Ausnahmeregelungen für historische Fahrzeuge bei Materialverboten (z. B. EU-weites Bleiverbot)?
  • 5. Welchen Standpunkt hat Ihre Partei zum Umgang mit Oldtimern und Ersatzteilen bezogen auf die Überarbeitung der EU-Altautoverordnung?
  • 6. Welche Fördermaßnahmen für das Oldtimergewerbe (Handel, Dienstleistungen, Werkstätten, Wissenstransfer von Alt zu Jung) plant Ihre Partei für die nächste Legislaturperiode?
  • 7. Wie wird Ihre Partei das Interesse junger Menschen an Technik und MINT-Fächern fördern?

Zu seiner großen Verwunderung hat der Deuvet aber dieses Mal keine Antworten auf seine Anfragen erhalten. Besser gesagt, hat er stets die inhaltsgleiche Aussage nach folgendem Muster erhalten: „Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Positionen und die Einsendung Ihres Wahlprüfsteins zur Bundestagswahl 2025. Angesichts der sehr verkürzten Zeitläufe in diesem Bundestagswahlkampf haben sich die Generalsekretäre der Parteien Bündnis 90-Die Grünen/CDU/CSU/Die Linke/FDP/SPD darauf geeinigt, nur Wahlprüfsteine von einigen wenigen vorab gemeinsam vereinbarten, die gesamte Breite des gesellschaftlichen Spektrums repräsentierenden Verbänden und Organisationen zu beantworten. Darüber hinaus bearbeiten die Parteien eine begrenzte Anzahl an Wahl-o-mat-Formaten, die ebenfalls gemeinsam vorab ausgewählt wurden. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis für das angepasste Verfahren in dieser besonderen Situation und möchten Sie herzlich dazu einladen, in Ihren Mitgliedszeitschriften und auf Ihren Webseiten auf unser Wahlprogramm hinzuweisen. Sie finden es unter der Homepage der jeweiligen Partei.“

Der Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e. V. bedauert daher sehr, seinen Mitgliedern und allen Interessierten diesen gewohnten Service zur anstehenden Wahl nicht bieten zu können. „Es ist sehr schade, aber in der Kürze der Zeit verständlich. Der Deuvet wird nach der Bundestagswahl so schnell wie möglich Kontakte zu den dann Verantwortlichen aufbauen, um die Interessen der Freunde der historischen Mobilität wie gewohnt vertreten zu können“, erklärt Deuvet-Präsident Peter Schneider.

(ID:50322825)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung