Kfz-Versicherungen Die nächste Preisrunde kommt zum Jahreswechsel

Von dpa, gr 2 min Lesedauer

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Die Kosten für die Kfz-Versicherungen sind in den letzten Jahren spürbar und stärker als die Inflation gestiegen. 2025 geht es wohl munter weiter. Die Gründe sind vielfältig.

Wenn es rumst, kommen meist die Versicherungen ins Spiel. Die müssen oft ordentlich zahlen und erhöhen seit Jahren die Preise.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Wenn es rumst, kommen meist die Versicherungen ins Spiel. Die müssen oft ordentlich zahlen und erhöhen seit Jahren die Preise.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Autoversicherung wird teurer. Der deutsche Marktführer HUK-Coburg erwartet im Markt Steigerungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zur nächsten Preisrunde, wie Vorstand Jörg Rheinländer erklärte. Auch die HUK selbst werde in diesem Bereich liegen. Genaue Zahlen nannte er aber noch nicht.

Rheinländer nannte vor allem drei Treiber: So seien die Preise für Ersatzteile zuletzt deutlich gestiegen. Von 2013 bis 2023 hat die HUK eine Kostensteigerung von gut 70 Prozent registriert. Damit liege der Preisauftrieb fast 43 Prozentpunkte über der Gesamtinflation für diesen Zeitraum. Noch immer stiegen die Preise deutlich schneller als im Wirtschaftsdurchschnitt. Als Ursache dafür sieht Rheinländer unter anderem den Designschutz, der nach wie vor für viele sichtbare Teile gilt.

Klimawandel spielt eine kleinere Rolle

Doch die Preisentwicklung ist nicht der einzige Kostentreiber. Auch die Stundenverrechnungssätze der Autowerkstätten hätten laut HUK deutlich stärker zugelegt als die Inflation. Allein von 2022 auf 2023 sei dieser Kostenblock um fast zehn Prozent gestiegen. Und schließlich spielt der Klimawandel laut Rheinländer eine Rolle. „Wir sehen, dass der Klimawandel hochläuft“, sagte er. Das zeige sich bei den Schadensereignissen im Kaskobereich.

Die durchschnittliche Schadenhöhe bei Hagel beispielsweise steige. Während früher typische Hagelschäden bei rund 3.000 Euro gelegen hätten, seien es bei Ereignissen wie dem massiven Hagel in Benediktbeuern am bayerischen Alpenrand im vergangenen Jahr im Schnitt mehr als 5.000 Euro gewesen.

Grob geschätzt geht Rheinländer davon aus, dass etwa zehn Prozent der anstehenden Preiserhöhungen auf den Klimawandel entfielen. Der Rest sei in etwa gleich verteilt auf teurere Ersatzteile und höhere Werkstattkosten.

Zusätzliche Kosten durch neue Typklassen-Einstufung

Neben dem Kosteneffekt über alle Versicherungspolicen hinweg können die Kosten für zahlreiche Versicherungsnehmer noch zusätzlich steigen, weil ihr Fahrzeug in der Kfz-Haftpflicht in eine schlechtere Typklasse rutscht. Wie der Gesamtverband der Versicherer (GDV) mitteilt, erhalten rund zwölf Millionen Fahrzeuge eine neue Typklassen-Eingruppierung. Dabei gebe es für 7,1 Millionen Autofahrer höhere Einstufungen, denen aber rund 5,1 Millionen Veränderungen in bessere Typklassen gegenüberstehen.

Während in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Leistungen für geschädigte Unfallgegner maßgeblich sind, spielt in der Kaskoversicherung unter anderem der Wert des versicherten Autos eine Rolle. Viele Oberklassemodelle und SUVs sind daher in teuren Typklassen eingestuft. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), in der Vollkaskoversicherung unterscheiden die Statistiker des GDV 25 Typklassen (10-34).

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