Shell Recharge Dynamische Preise an der Ladesäule

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

Werden die Ladestrompreise irgendwann so beweglich wie die Preise für Flüssigsprit? Dynamische Preise hätten nicht nur Vorteile für die Autofahrer. Energiekonzern Shell testet nun ein dazu passendes Tarifmodell am Schnelllader.

Laufend wechselnde Preise wie bei Benzin oder Diesel – Shell Recharge startet nun ein Pilotprojekt zu dynamischen Preisen.(Bild:  Florian Sonntag/Shell Recharge)
Laufend wechselnde Preise wie bei Benzin oder Diesel – Shell Recharge startet nun ein Pilotprojekt zu dynamischen Preisen.
(Bild: Florian Sonntag/Shell Recharge)

Der Ladesäulenbetreiber Shell Deutschland mit mehr als 1.600 Recharge-Ladepunkten führt dynamische Strompreise an seinen DC-Ladern ein. Die Kosten für die Kilowattstunde orientieren sich dabei am Spotpreis der Strombörse. Autofahrer können Geld sparen, wenn sie zu Zeiten hoher Stromverfügbarkeit laden – etwa mittags, wenn viel Solarstrom im Netz ist. Umgekehrt steigen die Preise in den Abendstunden durch die höhere Energienachfrage privater Haushalte.

Das dynamische Preismodell gilt für Privatkunden bei Nutzung der „Shell Recharge“-App beziehungsweise der Ladekarte an allen Ladesäulen des Anbieters. Die exakten Preise variieren über den Tagesverlauf abhängig vom Börsenstrompreis sowie weiteren Faktoren. Beim Start des Projekts betrug die maximale Differenz innerhalb von 24 Stunden 6 Cent pro Kilowattstunde.

Shell selbst bezeichnet das neue Preismodell als Pilotprojekt. Es soll dem Konzern zufolge Erkenntnisse liefern, wie attraktiv das Modell für Kunden ist und welchen Beitrag es zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien leisten kann. „Wer zu Zeiten lädt, in denen viel erneuerbare Energie im Netz ist, hilft, das Stromnetz zu stabilisieren“, sagt Florian Glattes, General Manager Shell Mobility DACH. Den daraus resultierenden Preisvorteil will Shell dann an die Kunden weitergeben.

Shell ist nach eigenen Angaben der erste Ladesäulenbetreiber in Deutschland, der das vom Haushaltsstrom bekannte dynamische Tarifmodell auf Fahrstrom überträgt. Bei anderen Ladesäulenbetreibern und E-Mobilitätsprovidern gelten statische Festpreise für die Kilowattstunde. Seit 2019 errichtet Shell Ultra-Schnellladesäulen mit mindestens 150 kW an ihren Tankstellen. Im vergangenen Jahr wurde das Netz auf inzwischen mehr als 1.600 Ultraschnellladepunkte verdoppelt.

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