Gebrauchte E-Autos Ein Batterietest muss sein – aber welcher?

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 7 min Lesedauer

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Ein Zertifikat zum Gesundheitszustand der Batterie gilt als Schlüssel zur erfolgreichen Vermarktung gebrauchter E-Autos. Doch unter den Anbietern dieser Tests gibt es gerade viel Bewegung. Und der EU-Batteriepass grüßt schon vom Horizont.

Der Dekra-Batterietest benötigt bislang eine kurze Beschleunigungsfahrt. Bei einer demnächst erscheinenden Weiterentwicklung ist diese nicht mehr nötig.(Bild:  Stefan Bausewein)
Der Dekra-Batterietest benötigt bislang eine kurze Beschleunigungsfahrt. Bei einer demnächst erscheinenden Weiterentwicklung ist diese nicht mehr nötig.
(Bild: Stefan Bausewein)

Eigentlich ist es ganz einfach, den Gesundheitszustand (State of Health, SoH) einer Antriebsbatterie herauszufinden. Diagnosegerät anschließen, auslesen, fertig. Bei manchen Autotypen kann man den Wert sogar im Fahrzeugdisplay ablesen. Warum gibt es dann neutrale Anbieter, die ein Geschäftsmodell darin sehen, eigene Batterietests anzubieten?

Nun – Sie kennen ja den Spruch: Wer einmal lügt ... Vertrauen aufzubauen dauert bekanntlich sehr lange, es zu zerstören geht schnell. Spätestens seit dem Dieselskandal dürften Verbraucher vorsichtig geworden sein, wenn Autohersteller oder ihre Fahrzeuge von sich selbst behaupten: „Alles in Ordnung.“ Denn damals stießen viele Fahrzeuge deutlich mehr Schadstoffe aus, als sie durften – ohne das die Onboard-Diagnose Alarm schlug.