Wenn die Versicherung nicht mehr zahlt Element-Pleite wirbelt den Markt auf

Von Silvia Lulei 7 min Lesedauer

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Die Pleite der Element Versicherung AG hat den Garantiemarkt erschüttert. Tausende von Schäden werden zwar reguliert, der Betrag aber nicht ausgezahlt. Der Vertrauensverlust wirkt sich auf alle Anbieter von Gebrauchtwagenversicherungen aus.

Garantiefall – und jetzt? Die Element-Pleite sorgt für Verunsicherung.(Bild:  © megaflopp - adobe.stock.com)
Garantiefall – und jetzt? Die Element-Pleite sorgt für Verunsicherung.
(Bild: © megaflopp - adobe.stock.com)

Von den knapp 1,5 Millionen Gebrauchtwagen, die auf Mobile.de angeboten werden, macht die Hälfte keine Probleme. Rund 730.000 sind mit einer Garantie ausgestattet und geben damit dem Interessenten das gute Gefühl, dass das Fahrzeug technisch einwandfrei ist – und falls doch mal etwas passiert, kein finanzielles Desaster zu erwarten ist. Seit der Pleite der Element Versicherung AG Ende 2024 aber vielleicht doch.

Intec, Meneks und Multipart sind betroffen

Im Bereich der Gebrauchtwagen- und Reparaturversicherungen haben Intec, Meneks und Multipart auf Element gesetzt. Das Unternehmen bot White-Label-Plattformen an, die Versicherer als Vehikel für die Digitalisierung ihrer Angebote nutzen konnten. Und jetzt das: Am 23. Dezember 2024 hat die Finanzaufsicht BaFin beim Amtsgericht in Charlottenburg einen Insolvenzantrag für Element gestellt, nachdem der Versicherer drei Tage zuvor der BaFin die Überschuldung im Sinne von § 19 Insolvenzordnung (InsO) angezeigt hat. Tausende von Kunden sind betroffen – und über allem schwebt die Frage: Wer kommt für die Schäden auf, wenn es die Versicherung nicht mehr kann?