Übernahme Fahrzeugbauer Orten geht an indisches Tech-Unternehmen

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Nach 100 Jahren in Familienhand wird der Fahrzeugbauspezialist vom Moseltal übernommen. Der neue indische Eigner Trentar soll Zugang zu Zukunftstechnologien ermöglichen und die Arbeitsplätze vor Ort sichern.

Betriebsgelände Bernkastel Kues Panoramabild.(Bild:  Orten)
Betriebsgelände Bernkastel Kues Panoramabild.
(Bild: Orten)

Die Orten Gruppe, ein traditionsreiches Unternehmen mit über 100-jähriger Geschichte, startet ein neues Kapitel. Das Familienunternehmen mit Sitz in Bernkastel-Kues wird Teil der Trentar Mobility einer Tochtergesellschaft der Trentar Group, teilt Orten mit.

Bei der Übernahme kommt laut Unternehmensmitteilung die gesamte Orten-Familie – einschließlich Fahrzeugbau, Christophorus Nutzfahrzeuge, GeBoKit und ETW Electric Trucks – mit ihren rund 100 Mitarbeitern an drei Standorten in Bernkastel-Kues, Wittlich-Wengerohr und Rothnaußlitz unter das neue Dach.

Robert Orten, der das Unternehmen fast ein halbes Jahrhundert führte, gibt Entwarnung für alle: „Für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter ändert sich im Alltag nichts – außer, dass wir nun mit zusätzlicher Kraft und neuen Chancen in die Zukunft gehen können." Der Firmenchef bleibt noch bis September 2025 am Steuer, bevor er seinen Platz für den neuen CEO Tarkeshwar Rao räumt.

Robert Orten Geschäftsführer ORTEN Gruppe (re.) mit Subodh Menon, Gründer Trentar Mobility GmbH und Trentar Group.(Bild:  Orten)
Robert Orten Geschäftsführer ORTEN Gruppe (re.) mit Subodh Menon, Gründer Trentar Mobility GmbH und Trentar Group.
(Bild: Orten)

Die Hochzeit zwischen Traditionshersteller und Technologiekonzern soll vor allem eines bringen: Zugang zu Zukunftstechnologien bei Digitalisierung und Mobilität – ohne dass Orten seine Wurzeln kappt. Die Trentar will mit Orten vor allem im DACH-Raum expandieren und das Unternehmen mit Strom und künstlicher Intelligenz auf die Überholspur bringen.

Besondere Beruhigungspille für die Region: Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten, die Standorte gesichert, und statt Abbau soll sogar in die bestehenden Werke investiert werden. Was das neue Kapitel gekostet hat, bleibt allerdings im Tresor – über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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