Caravaning Hersteller- und Händlerverband blicken zuversichtlich ins neue Jahr

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Noch haben die Hersteller und Händler von Freizeitmobilen mit Überbeständen zu kämpfen. Aber sowohl der Industrie- als auch der Handelsverband rechnen 2025 mit einer Rückkehr zur Normalität. Ein Absatzboom wie in der Corona-Zeit ist allerdings nicht mehr in Sicht.

Die Bestände sinken langsam wieder und die Nachfrage nach neuen Reisemobilen ist weiter stabil.(Bild:  Messe Düsseldorf / ctillmann)
Die Bestände sinken langsam wieder und die Nachfrage nach neuen Reisemobilen ist weiter stabil.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Den Abbau der hohen Fahrzeugbestände und der hohe Preisdruck sind die drängendsten Herausforderungen, mit der sich die Hersteller und Händler von Reisemobilen und Caravans aktuell konfrontiert sehen: Einige Fahrzeughersteller hätten als Reaktion auf das Überangebot ihre Produktion angepasst – indem sie die Produktion gedrosselt oder ihre Fertigung zeitweise gestoppt hätten, vermeldet der Caravaning Industrie Verband (CIVD).

Die gemeinsamen Anstrengungen von Herstellern und Handel zeigten nun Erfolge: Der Fahrzeugbestand im Handel sinke kontinuierlich. Der Zuwachs bei den Neuzulassungen von Reisemobilen sei zweistellig, und auch die Besitzumschreibungen von Freizeitmobilen entwickelten sich positiv. Trotz der allgemein gedrückten Konsumstimmung und den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher erweise sich die Caravaningbranche als „bemerkenswert stabil“, fasst der Herstellerverband das auslaufende Kalenderjahr 2024 zusammen.

Folglich zuversichtlich blickt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso auf das Jahr 2025: „Die weiterhin positive Entwicklung der Neuzulassungszahlen zeigt, dass sich die Branche auf einem guten Weg befindet. Der Fahrzeugbestand wird in absehbarer Zeit schrittweise abgebaut und sich im Laufe des kommenden Jahres normalisiert haben. Auch führende Finanzierungsgesellschaften der Branche bestätigen dies. Ihre Analysen der Standtage im Handel zeigen, dass sich die Werte mittlerweile wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor Corona befinden.“

Auch Kai Dhonau, Präsident des Deutschen Caravaning Handels-Verband (DCHV), ist optimistisch: „Der Caravaning-Handel verzeichnet aktuell eine weiterhin gute Auftragslage, berichtet allerdings mancherorts noch von hohen Altbeständen, sodass es für kaufinteressierte Kunden derzeit attraktive Angebote gibt. In Schieflage geratene Händler sind Ausnahmen. Da die Nachfrage als stabil einzuschätzen ist, sollte sich die Bestandssituation durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Industrie in den nächsten Monaten normalisieren.“

Maik Kynast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität, Santander Consumer Bank, beobachtet bei den Finanzierungen von Freizeitmobilen ebenfalls eine positive Trendwende: „Die Kaufbereitschaft der Kunden ist – nicht zuletzt dank günstigerer Zinsen – deutlich höher als im Vorjahr. Die gezielten Maßnahmen von Herstellern und Handel haben ihre Wirkung entfaltet und den Kauf von Neufahrzeugen attraktiver gemacht. Dieses gestiegene Interesse ist sowohl auf Caravaning-Messen als auch auf den Händlerhöfen spürbar und wird sich auch im Jahr 2025 fortsetzen.“

Matthias Scholz, Vertriebsleiter Händlereinkaufsfinanzierung Freizeitfahrzeuge, Deutsche Leasing, nennt die enge Zusammenarbeit zwischen den Herstellern, Händlern und Finanzierungsspezialisten als einen wichtigen Faktor für die aktuell zu beobachtende Erholung: „Um unsere Branchenpartner bestmöglich zu unterstützen, haben wir unsere Finanzierungsmodelle immer weiterentwickelt und an die Marktbedingungen angepasst. Gerade in der aktuellen Marktsituation ist das Angebot zur Finanzierung von Miet- und Gebrauchtfahrzeugen für Händler besonders wichtig und attraktiv. Für viele Neueinsteiger und Kaufinteressierte ist die Miete schließlich ein wichtiger erster Schritt, um die Urlaubsform Caravaning kennen und schätzen zu lernen. Unsere Finanzierungsangebote sind für die Händlerbetriebe sehr attraktiv und auch für die Hersteller wichtig, um den Absatz der Fahrzeuge zu ermöglichen.“

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