Statistik der Versicherer Stundensatz für Autoreparaturen erreicht 188 Euro

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Autoreparaturen werden teurer. Im vergangenen Jahr erreichte der Stundensatz in Werkstätten einen neuen Höchststand. Seit 2017 beobachtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) diesen Trend.

Seit 2017 steigen die Stundensätze für Autoreparaturen, stellte die GDV dar. 2023 lag der bei 188 Euro. (Bild:  ProMotor)
Seit 2017 steigen die Stundensätze für Autoreparaturen, stellte die GDV dar. 2023 lag der bei 188 Euro.
(Bild: ProMotor)

Die Stundensätze in Kfz-Werkstätten haben im vergangenen Jahr wieder einen Höchststand erreicht. Laut einer Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kosten mechanische, elektrische und karosserietechnische Arbeiten im Durchschnitt 188 Euro pro Stunde. Lackierarbeiten schlagen mit sogar 205 Euro pro Stunde zu Buche. Dies entspricht einem Anstieg von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Diese Preiserhöhungen setzen einen Trend fort, den der GDV seit 2017 beobachtet. Während der Verbraucherpreisindex in diesen sechs Jahren um etwa 20 Prozent gestiegen ist, haben die Werkstätten und Lackierereien ihre Stundensätze im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent angehoben. Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Entwicklung und die Auswirkungen auf den Markt.

Nicht nur die Stundensätze steigen, auch die Kosten für Ersatzteile legen zu. Dies führt zu merklich höheren Reparaturkosten für Versicherer. Laut GDV belief sich der durchschnittliche Sachschaden eines Pkw im vergangenen Jahr auf etwa 4.000 Euro – ein Anstieg von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und eine massive Steigerung gegenüber den rund 2.700 Euro im Jahr 2017.

Diese Entwicklungen haben direkte Folgen für die Kfz-Versicherer in Deutschland. Im Jahr 2023 verzeichneten sie aufgrund der gestiegenen Reparaturkosten einen Verlust von über drei Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnen die Versicherer mit einem weiteren Defizit von etwa zwei Milliarden Euro.

Die GDV-Studie basiert auf Daten der Sachverständigenorganisation Dekra und bietet seit 2017 einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Stundensätze in Kfz-Werkstätten und Lackierereien. Die anhaltenden Preisanstiege unterstreichen die Herausforderungen, vor denen sowohl Werkstätten als auch Versicherer in der aktuellen Marktlage stehen.

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