Fahrzeugumbauten Inklusion – ein Geschäftsfeld für Fahrzeugbauer?

Von Marcus Speh 8 min Lesedauer

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Rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung leben mit einer Behinderung. Viele dieser Menschen können so mobil sein wie alle anderen – sie benötigen oft nur das richtige Fahrzeug.

Der behindertengerechte Umbau von Fahrzeugen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen fordert dem Karosserie- und Fahrzeubaumechaniker einiges an Know-how ab.(Bild:  Paravan)
Der behindertengerechte Umbau von Fahrzeugen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen fordert dem Karosserie- und Fahrzeubaumechaniker einiges an Know-how ab.
(Bild: Paravan)

Zum Jahresende 2023 lebten in Deutschland
83,4 Millionen Menschen. Ungefähr 7,9 Millionen davon tun das mit einer schweren Behinderung. Das bedeutet, dass jedem dieser Menschen von den Versorgungsämtern ein Behinderungsgrad von mindestens
50 zuerkannt und ein gültiger Behindertenausweis ausgestellt wurde. Innerhalb der Gesamtbevölkerung ist das ein Anteil von 9,3 Prozent.

Diese einleitenden Zahlen sind wichtig. Denn sie zeigen zum Beispiel den Menschen, die ohne Handicap durchs Leben gehen, wie groß der Anteil derjenigen ist, die zusätzlich zur täglichen Alltagsbelastung Aufgaben lösen müssen, die ihre Teilnahme am Gesellschafts- oder Berufsleben überhaupt erst ermöglichen. Und das nicht für einen voraussehbar eingeschränkten Zeitraum, wie etwa bei einem Arm- oder Beinbruch, sondern oft ein ganzes Leben lang. Den behinderten Menschen die Möglichkeit auf Chancengleichheit zu geben, ist unter Artikel 3 unseres Grundgesetzes seit 1994 ein fest verankertes Menschenrecht: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“