Stand der Dinge bei Karosseriescannern „Innenraumscanner sind mehr Schönheit als realer Nutzen“

Das Gespräch führte Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 4 min Lesedauer

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Sollte man mit dem Kauf eines Karosseriescanners besser noch warten? Was gibt es bei dessen Positionierung im Betrieb zu beachten? Antworten liefert Dhruv Kasavala, Mitgründer und Co-Geschäftsführer des Scannerherstellers Auto Damage Inspection GmbH (ADI).

Karosseriescanner von ADI, versehen mit Schnittstelle zur DAT, aufgebaut beim Karosseriebetrieb Ostermeier in München-Trudering.(Bild:  Diehl – VCG)
Karosseriescanner von ADI, versehen mit Schnittstelle zur DAT, aufgebaut beim Karosseriebetrieb Ostermeier in München-Trudering.
(Bild: Diehl – VCG)

Autos mit weißer Lackierung seien problematisch, sagt man. Welche Rolle spielt die Lackfarbe beim maschinellen Erkennen von Kratzern, Dellen und Nachlackierungen?

Dhruv Kasavala: Ein Karosseriescanner ist auf Kontraste angewiesen. Hierfür besitzt die Lichtaustrittsfläche seines Lichttunnels unterschiedliche Muster. Weißer Lack reflektiert diese Muster nur schlecht, was es der Software erschwert, Unterschiede zu erkennen. Etwas besser reflektieren silberfarbene und hellgraue Lacke, die beste Reflektion erzeugt schwarzer Lack. Apropos: Problematischer als die Lackfarbe des zu scannenden Fahrzeugs ist die Einbauposition des Scanners im Kfz-Betrieb. Meist wird er nahe einer Toreinfahrt positioniert, was je nach Sonnenstand unterschiedliche Lichtverhältnisse zur Folge hat. Steht der Scanner beispielsweise nahe der Westfassade eines Betriebs, ist es womöglich besser, am Nachmittag keine Fahrzeuge zu scannen, weil die Sonne intensives Umgebungslicht und somit auch Schatten erzeugt.