TÜV-Report Omnibus 2024 Jedes vierte Fahrzeug hat technische Mängel

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Nach der Corona-Delle steigen bei Bussen wieder die Mängelquoten. Schmierstoffverluste und heckseitige Beleuchtungsdefekte treten am häufigsten auf. Immerhin: 75,4 Prozent der Busse bestanden die HU durch einen TÜV mängelfrei.

Die Mängelquote der heckseitigen Beleuchtung bei mindestens zehn Jahre alten Bussen liegt bei über neun Prozent.(Bild:  AdobeStock_© Mulderphoto – stock.adobe.com)
Die Mängelquote der heckseitigen Beleuchtung bei mindestens zehn Jahre alten Bussen liegt bei über neun Prozent.
(Bild: AdobeStock_© Mulderphoto – stock.adobe.com)

„Trotz engmaschiger Kontrollen ist fast jeder vierte Bus in Deutschland mit technischen Mängeln unterwegs. Nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie erreichen die Mängelquoten wieder das alte Niveau – trotz einer etwas geringeren Fahrleistung.“ Mit diesen Worten fasst Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband, den „TÜV-Report Omnibus 2024“ zusammen. Hierfür wurden rund 58.600 Hauptuntersuchungen (HU) an Bussen des Nah- und Fernverkehrs der Jahre 2022 und 2023 ausgewertet.

Konkret haben in den vergangenen beiden Jahren 14,1 Prozent der von den Technischen Überwachungsvereinen (TÜV) geprüften Busse die HU wegen „erheblicher“ oder „gefährlicher Mängel“ nicht bestanden. Gegenüber dem Report von 2022 entspricht das einem Anstieg von 2,4 Prozentpunkten. Hinzu kommen 10,5 Prozent „geringfügige Mängel“ (+0,9 Prozentpunkte).

Im Durchschnitt zeigten die Kilometerzähler der geprüften Busse den Stand 388.000. Vor vier Jahren waren es noch 408.000 Kilometer. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind aktuell rund 85.000 Linien- und Reisebusse mit deutscher Zulassung unterwegs – etwa 10.000 mehr als im Corona-Jahr 2021. Ihr Durchschnittsalter beträgt 8,3 Jahre. „Viele während der Pandemie stillgelegten Busse sind jetzt wieder im Einsatz und zeigen ihre alterstypischen Schwächen“, erklärt Richard Goebelt.

Häufigste Schwächen der geprüften Busse sind Schmierstoffverluste an Motor und Antrieb (5,1 Prozent) sowie heckseitige Beleuchtungsdefekte (3,8 Prozent), die laut TÜV-Verband mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge verstärkt auftreten. Beispielsweise liegt die Mängelquote der heckseitigen Beleuchtung bei mindestens zehn Jahre alten Bussen bei über neun Prozent. Dennoch hält Richard Goebelt Busse für „sehr sichere Verkehrsmittel“ und betont: „Bei der Ursache von Busunfällen spielen in Deutschland weniger technische Defekte die entscheidende Rolle, sondern vor allem der Faktor Mensch.“

75,4 Prozent der Busse bestanden die HU ohne Mängel. Allerdings: Vor zwei Jahren waren es noch 78,6 Prozent. Richard Goebelt: „Gerade bei älteren Bussen ist es wichtig, die Wartungs- und Prüfintervalle strikt einzuhalten.“ Der vollständige „TÜV-Report Omnibus 2024“ ist von der Website des TÜV-Verbands downloadbar.

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