Bürokratie Kfz-Meister arbeitet mehr am Schreibtisch als in der Werkstatt

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Die Pläne der EU zum Bürokratieabbau stoßen im Kfz-Gewerbe auf Zustimmung. Denn die Belastungen für die Betriebe durch die aktuellen Auflagen sind extrem, kritisiert Präsident Michael Ziegler vom Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg.

Zu viele Formulare, zu lange Aufbewahrungsfristen und zu viele Beauftrage im Betrieb: Die Belastungen für die Kfz-Betriebe durch die Vorgaben der Behörden sind zu hoch. Daher begrüßt das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg die Pläne der EU zum Abbau der Bürokratie für Unternehmen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zu viele Formulare, zu lange Aufbewahrungsfristen und zu viele Beauftrage im Betrieb: Die Belastungen für die Kfz-Betriebe durch die Vorgaben der Behörden sind zu hoch. Daher begrüßt das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg die Pläne der EU zum Abbau der Bürokratie für Unternehmen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die EU-Kommission plant, mit ihrem „Omnibus-Paket“ einen Beitrag zum Bürokratieabbau zu leisten. Dafür gibt es Lob aus dem Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg. Die für den 26. Februar geplante Verordnung sieht eine Reduzierung der Berichtspflichten um 25 Prozent für alle Unternehmen und sogar um 35 Prozent für kleine und mittlere Unternehmen vor. Zudem sollen verschiedene EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeit wie die Taxonomie-Verordnung und die Lieferkettenrichtlinie in einem einheitlichen Regelwerk zusammengeführt werden.

„Das wäre ein wichtiger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands“, begrüßt Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, die Ankündigung. Denn aktuell sei die Belastung für die Unternehmer extrem hoch. „Die Realität in vielen unserer Betriebe sieht heute so aus: Der Meister verbringt mehr Zeit am Schreibtisch als in der Werkstatt. Bis zu 20 verschiedene Beauftragte – von Datenschutz bis Arbeitsschutz – müssen benannt werden. Diese Ressourcen fehlen uns bei der eigentlichen Arbeit“, so Ziegler.  Das Ergebnis: Statt Autos zu warten und zu reparieren, müssten Formulare ausgefüllt werden.  

Konsolidierung der ESG-Regelwerke überfällig

Positiv bewertet der Verband die geplante Konsolidierung der ESG-Regelwerke, die Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, Taxonomie und Lieferketten in einer einzigen Verordnung bündeln soll. „Die bisherige Überregulierung lähmt die Transformation unserer Branche“, so Ziegler. „Wer den technologischen Wandel zum Erfolg führen will, muss den Betrieben Luft zum Atmen geben – statt sie mit Bürokratie zu ersticken. Die EU hat erkannt, dass wir einen Kurswechsel brauchen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Was wir jetzt brauchen, ist eine Politik, die den Mittelstand nicht als Melkkuh der Nation betrachtet, sondern als das, was er ist: der Motor unseres Wohlstands.“

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