Unfallreparatur Kosten für E-Autos und Verbrenner nähern sich an

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Unfallreparaturen sind bei Stromern im Schnitt teurer als bei Verbrennern. Aber nach und nach schmilzt der Unterschied. Die Entwicklung hat mehrere Gründe – sinkende Preise sind es jedoch nicht.

Nach einem Unfall sind die Reparaturen an Verbrennerfahrzeugen bislang noch deutlich günstiger als die Arbeiten an E-Modellen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Nach einem Unfall sind die Reparaturen an Verbrennerfahrzeugen bislang noch deutlich günstiger als die Arbeiten an E-Modellen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Unfallschäden bei E-Autos kosten mehr als bei Verbrennern – doch wie bei den Anschaffungskosten schrumpft der Unterschied auch in der Werkstatt. Vollkasko-Schäden waren bei reinen Stromern zuletzt im Schnitt noch 15 bis 20 Prozent teurer als bei vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Untersucht wurden dafür die Schadenfälle der Jahre 2021 bis 2023. Im Vergleichszeitraum der Jahre 2020 bis 2022 summierte sich das Kostenplus bei E-Autos noch auf 20 bis 25 Prozent.

Bei der Häufigkeit der Schäden sind hingegen die E-Autos im Vorteil. Doch auch hier verringert sich der Unterschied: Ein typisches Elektroauto verursachte zuletzt nur noch rund 10 bis 15 Prozent weniger Vollkasko-Schäden als ein vergleichbarer Verbrenner. Im Vergleichszeitraum waren es 15 bis 20 Prozent weniger.

Neue Normalität bei E-Autos

„Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren“, sagte die stellvertretende GDV-Geschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. Werkstätten, Abschleppdienste, Feuerwehren und Gutachter hätten inzwischen mehr Erfahrung im Umgang mit beschädigten Stromern.

Nach Einschätzung des GDV ist diese Entwicklung positiv für die Verkehrswende. „Langfristig deutlich höhere Reparaturkosten hätten der Akzeptanz von Elektroautos schaden können“, sagte Käfer-Rohrbach. Unfallschäden bei E-Autos werden allerdings nicht billiger. Ihre Kosten steigen nur langsamer als bei Verbrennern, weswegen die Differenz kleiner wird.

Mehr als fünfmal so viele Stromer wie 2021

Zum 1. April 2025 waren in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt über 1,7 Millionen Elektro-Pkw zugelassen – mehr als fünfmal so viele wie Anfang 2021. Ihr Anteil an allen zugelassenen Pkw beträgt damit 3,3 Prozent.

Für die Untersuchung wurden 53 Modellreihen von Elektroautos mit Verbrennern gepaart, die sich möglichst ähnlich sind. Bei baugleichen Modellen ist das recht einfach, in anderen Fällen haben die GDV-Experten möglichst ähnliche Vergleichsfahrzeuge ermittelt. Dann wurden für die betrachteten Modellreihen die Häufigkeit und die Höhe der Schäden jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren ausgewertet.

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