Reparaturlackierung von Stoßfängerverkleidungen mit Radarsensoren Lackschichtdicken-Messung per Ultraschall reicht nicht aus

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 8 min Lesedauer

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Radarstrahlen müssen Stoßfängerverkleidungen durchdringen können und dürfen nicht abgelenkt werden – auch nicht nach der Reparatur. Doch das ist derzeit kaum prüfbar, obwohl es auch hierfür Lackschichtdicken-Messgeräte gibt. Ein Überblick mit Kritik.

 Lackschichtdicken-Messung per Ultraschall reicht nicht aus.(Bild:  AZT)
Lackschichtdicken-Messung per Ultraschall reicht nicht aus.
(Bild: AZT)

Stoßfängerverkleidungen zählen zu den bei Unfällen am häufigsten beschädigten Fahrzeugteilen. Laut Allianz Zentrum für Technik (AZT) sind bei Pkw-Haftpflichtschäden zu 48 Prozent die hintere und zu 44 Prozent die vordere Stoßfängerverkleidung betroffen. Bei Pkw-Kaskoschäden liegen die Anteile der Stoßfängerverkleidungen bei 24 bzw. 44 Prozent.

Die Instandsetzung und Erneuerung dieser Teile der Karosserieaußenhaut wurden in den letzten Jahren aufwendiger – Stichwort „dahinter verbaute Radarsensoren“. Im Grunde ist heute bei nahezu jedem Pkw, egal ob verbrennungs- oder elektromotorisch angetrieben, mit Radarsensoren hinter beiden Stoßfängerverkleidungen zu rechnen. Dabei wird es womöglich nicht bleiben: Zuletzt war während des 12. Allianz Autotags Mitte Oktober 2024 seitens des Versicherers die Forderung zu hören, Transporter mit den gleichen Assistenzsystemen auszustatten wie Pkw.