Leichtkraftfahrzeuge Klein, aber auch oho?

Von Johannes Büttner 6 min Lesedauer

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Dank geringem Platz- und Kraftstoffbedarf sollten Leichtkraftfahrzeuge ideal für die Stadt und Kurzstrecken sein. Doch sie bringen auch Nachteile mit sich. Vielleicht können sie sich deshalb in Deutschland nicht wirklich durchsetzen.

Mit Leichtfahrzeugen wie dem Silence 04 ist man als Zwerg unter Riesen unterwegs.(Bild:  MarioRoman Pictures)
Mit Leichtfahrzeugen wie dem Silence 04 ist man als Zwerg unter Riesen unterwegs.
(Bild: MarioRoman Pictures)

Für vergleichsweise wenig Geld im eigenen Gefährt mit einem Dach über dem Kopf unterwegs – das versprechen die Anbieter von Leichtkraftfahrzeugen ihren Kunden. Diese können zumindest bei kleineren Fahrzeugen der Klasse L6e 15 Jahre jung sein und benötigen lediglich einen Mofa-Führerschein. Dafür müssen sie sich mit maximal 6 kW Leistung und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit begnügen. In der höchsten Klasse L7e sind sogar 15 kW und 90 km/h erlaubt, aber auch eine Pkw-Fahrerlaubnis nötig.

Die Fahrzeugkategorie der Leichtfahrzeuge – auch Microcars genannt – mutet exotisch an, ganz neu ist sie aber nicht. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren BMW Isetta und Messerschmitt Kabinenroller auf den bundesdeutschen Straßen eine Selbstverständlichkeit. Doch die Zwitter aus Auto und Zweirad verschwanden nach und nach aus dem Straßenbild – zumindest in Deutschland. In anderen Ländern wie Italien und Frankreich existierten sie zumindest in einer Nische fort.