Werkstattnetzwerk Mit sauberer Analyse gegen die Betriebsblindheit

Von Christian Otto 5 min Lesedauer

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Das Netzwerk von Fix Auto ist seit Juni um ein Traditionsunternehmen aus Sachsen reicher. Was die Firma Böge zum Eintritt in das Franchisemodell bewog, welche Erkenntnisse Fix Auto beim sogenannten Betriebs-Scan gezogen hat und welche Stellschrauben daraus resultieren, erfuhren wir bei einem Betriebsbesuch in Leipzig.

Noch ist der Betrieb von Marco Böge nicht als Fix Auto Partner von außen erkennbar. Das wird ein stufenweiser Prozess.(Bild:  Otto/ VCG)
Noch ist der Betrieb von Marco Böge nicht als Fix Auto Partner von außen erkennbar. Das wird ein stufenweiser Prozess.
(Bild: Otto/ VCG)

Was lange währt, wird endlich gut. So könnte man den Prozess beschreiben, in dem sich die in Leipzig ansässige Firma und das Werkstattkonzept Fix Auto angenähert haben, um nun im Juni die künftige Zusammenarbeit zu kommunizieren. Lange, weil die ersten Berührungspunkte knapp sieben Jahre zurückliegen. Marco Böge traf damals bei einer Veranstaltung auf Fix-Auto-Deutschland-Chef Roy de Lange. Man war sich sympathisch, aber der Betriebsinhaber war trotzdem zurückhaltend: „Ich dachte, jetzt kommt wieder jemand um die Ecke und hat etwas erfunden. Es gibt andauernd neue Konzepte, die aus dem Boden schießen.“ Der Kontakt blieb über die Jahre, ohne dass Roy de Lange Marco Böge zu einer Partnerschaft drängte. „Das muss ich ihm hoch anrechnen. Er hat immer alles komplett offengelassen“, sagt Böge über die Gespräche mit dem Fix-Auto-Geschäftsführer.

Für das Konzept sprach laut Marco Böge unter anderem das Engagement weiterer Betriebe in der sächsischen Heimat, deren Inhaber er kannte. Als diese dann nach den ersten fünf Jahren verlängerten, wurde Böge „nachdenklich“, wie er selbst sagt. Denn für seinen Betrieb möchte er rechtzeitig die Nachfolge klären und der dann folgenden Geschäftsführung eine stabile und zukunftsfähige Basis überlassen. „Die Betriebsnachfolge tritt vielleicht mein Sohn an, oder aber eine der jetzigen Führungskräfte übernimmt. Die Konstellation mit Fix Auto erleichtert aus meiner Sicht den Einstieg in das Geschäft.“ Ein besseres und ungezwungenes Bild durfte Böge sich zudem vorab beim Besuch zweier Fix-Auto-Betriebe machen. Auch das half bei der Entscheidung.