Kreislaufwirtschaft
Rohstoff-Wende: Wenn aus Altholz Türen werden
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„Der richtige Werkstoff am richtigen Platz“ war lange ein Mantra von Leichtbauexperten und Karosserieentwicklern. Die Nachhaltigkeitsziele erfordern aber neue Denk- und Konstruktionsweisen.
Es steht nicht gut um das automobile Deutschland. Politische und Umweltkrisen und der Wettbewerb um Rohstoffe legen schonungslos offen, dass die Resilienz und Nachhaltigkeit der Rohstoff- und Lieferketten nur sehr unzureichend sind. Die eigentlich einzig praktikable Lösung ist Kreislaufwirtschaft: also jene Rohstoffe nutzen, die ohnehin schon in den mannigfaltigen Produktzyklen im Umlauf sind.
Dazu passen aber nicht die folgenden beiden Befunde: 2022 wurden hierzulande laut Bundesumweltministerium etwa 3,5 Millionen Pkw neu gelassen, aber nur etwa 300.000 Altfahrzeuge verwertet. Somit gelangten nur etwa sieben Prozent der für den Fahrzeugbau benötigten Werkstoffe in den Recyclingkreislauf. Zudem liegen viele Stoffe nicht sortenrein vor, sondern nur als gemischter Schrott. Diese Analyse korrespondiert mit den Ergebnissen einer Studie InFaRec des Landes Baden-Württemberg aus dem Jahr 2024. Dort antworteten 72 Prozent der befragten Produktentwickler, dass sie keine oder nur sehr wenige Informationen über die Entsorgungspfade ihrer Produkte an ihrem Lebensende haben.
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