Ladeinfrastruktur NRW verdrängt Bayern vom Spitzenplatz

Von dpa/sp-x 1 min Lesedauer

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Der Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur geht weiter, zuletzt vor allem in Nordrhein-Westfalen. Generell ist mehr Anstrengung nötig, denn die E-Auto-Dichte wächst schneller als der Zuwachs an Ladestationen.

Die Dichte an Ladestationen wächst in Deutschland. Gleichzeitig wird der Andrang größer, die Zahl der E-Autos wächst schneller als der Zubau an Stationen.(Bild:  Kia)
Die Dichte an Ladestationen wächst in Deutschland. Gleichzeitig wird der Andrang größer, die Zahl der E-Autos wächst schneller als der Zubau an Stationen.
(Bild: Kia)

Bayern ist nicht mehr Nummer eins bei der Zahl der öffentlichen Ladepunkte. Nach acht Jahren an der Spitze hat Nordrhein-Westfalen den Freistaat vom Spitzenplatz verdrängt, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht, welche die dpa ausgewertet hat.

Zum 1. August weist die Bundesnetzagentur in NRW 34.063 öffentlich zugängliche Ladepunkte aus, in Bayern sind es 33.909. Am 1. April hatte Bayern noch 179 Ladepunkte Vorsprung gehabt. Auf Platz drei liegt – wie schon lange – Baden-Württemberg mit inzwischen 29.946 Ladepunkten.

Seit April 2017 hatte Bayern die meisten Ladepunkte und lag zeitweise mit mehr als 2.000 Stellen vor Nordrhein-Westfalen, das deutlich mehr Einwohner und Autos zählt. Inzwischen ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Westen jedoch schneller vorangekommen. Bei der Zahl der Schnellladepunkte hat Bayern allerdings noch mit 8.075 zu 7.739 die Nase vorn – ebenso bei der insgesamt installierten Ladeleistung mit 1,38 zu 1,28 Gigawatt.

Zumindest kurzfristig könnte sich das Verhältnis bei der Zahl der Ladepunkte insgesamt noch einmal drehen: Am Nachmittag soll am Flughafen München der größte öffentlich zugängliche Ladepark Bayerns mit 275 Ladepunkten den Betrieb aufnehmen – das könnte dann wieder Platz eins bedeuten.

E-Auto-Zuwachs toppt Ladeinfrastruktur

Auch jenseits der drei Flächen- und Autoländer wächst das Angebot an öffentlichen Ladestationen. Im ersten Halbjahr sind nach Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deutschlandweit 20.000 Ladepunkte neu ans Netz gegangen – ein Zuwachs um 11 Prozent. Insgesamt stehen laut dem BDEW nun deutschlandweit 184.000 Ladepunkte zur Verfügung. Deren installierte Leistung beträgt demnach 8,5 Gigawatt.

Im Entstehen ist zudem ein Ladeangebot für Lkw. Aktuell sind dem Branchenverband zufolge 70 Ladestandorte verfügbar. 

Die elektrische Fahrzeugflotte ist im ersten Halbjahr allerdings schneller gewachsen als das Ladenetz. Zwischen Januar und Ende Juni kamen 248.726 E-Pkw neu in den Verkehr, 35 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand liegt nun bei rund 1,7 Millionen Fahrzeugen.

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