Schadenmanagement Ohne Karosseriebauer geht’s nicht

Von Konrad Wenz 4 min Lesedauer

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Die Unfallzahlen steigen, die Reparaturkapazitäten sinken. Aus diesem Dilemma sollten K&L-Betriebe besser Kapital schlagen, als sich den Anforderungen der Versicherer und Schadenlenker zu beugen. Klingt einfach – ist es aber nicht!

Der Fachkräftemangel führt zu einem Kapazitätsproblem – wer soll bzw. kann künftig noch Unfallschäden instand setzen?(Bild:  Schreiner – VCG)
Der Fachkräftemangel führt zu einem Kapazitätsproblem – wer soll bzw. kann künftig noch Unfallschäden instand setzen?
(Bild: Schreiner – VCG)

Schlechte Nachrichten für die Kfz-Versicherungen: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 ist die Gesamtzahl der in Deutschland polizeilich erfassten Unfälle gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent beziehungsweise 69.400 Verkehrsunfälle gestiegen. Insgesamt krachte es bis Juli auf Deutschlands Straßen 1,4 Millionen Mal, meldete das statistische Bundesamt (Destatis). Damit setzt sich der Trend der steigenden Unfallzahlen fort. Schon im Juni hatte Destatis acht Prozent mehr Unfälle gemeldet als im Vorjahresmonat.

Den steigenden Unfallzahlen stehen in der Werkstatt weniger Mitarbeiter gegenüber – der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass für die Unfallreparaturen keine Kapazitäten frei sind. Betriebe befinden sich dadurch in der komfortablen Situation, sich aussuchen zu können, welche Reparatur sie noch annehmen und welche sie für die nächsten Wochen vor sich her schieben. Denn Vorlaufzeiten in den Werkstätten von sechs Wochen und mehr sind derzeit eher die Regel denn die Ausnahme.