Autonomes Fahren Partnerschaft mit Bolt: Stellantis setzt auf Robotaxis

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Der Autokonzern will mit Bolt autonome Transporter entwickeln und deren Einsatz testen. Eine erste Serienproduktion ist für das Ende der Dekade geplant.

Stellantis hat mit Bolt einen weiteren Partner für seine autonome Transporter gefunden – und einen potenziellen Kunden.(Bild:  Stellantis)
Stellantis hat mit Bolt einen weiteren Partner für seine autonome Transporter gefunden – und einen potenziellen Kunden.
(Bild: Stellantis)

Stellantis und die Mobilitätsplattform Bolt wollen gemeinsam autonome Fahrzeuge der Stufe 4 entwickeln und in Europa einsetzen. Die ersten Tests sind ab dem Jahr 2026 geplant, die Serienproduktion soll 2029 beginnen. Wie der Hersteller mitteilt, strebt Bolt an, bis 2035 insgesamt 100.000 selbstfahrende Fahrzeuge auf seiner Plattform zu integrieren. Ob dieser Bedarf ausschließlich von Stellantis gedeckt werden soll, geht aus der Meldung nicht hervor.

Die Kooperation verbindet nach eigenen Angaben die AV-Ready-Plattformen von Stellantis mit dem Mobilitätsnetzwerk von Bolt, das derzeit in mehr als 50 Ländern aktiv ist, darunter 23 EU-Mitgliedstaaten. Die autonomen Fahrzeuge sollen in die Bolt-App integriert werden und vollautonome Fahrdienstleistungen ohne menschlichen Fahrer anbieten.

Als Basis dienen laut Mitteilung der mittelgroße eK0-Van sowie die STLA-Small-Plattform von Stellantis. Diese Systeme sind nach Herstellerangaben auf Flexibilität und Skalierbarkeit ausgelegt.

Skalierung ab 2026

Ab 2026 planen beide Unternehmen den Einsatz von Testfahrzeugen in europäischen Ländern. Der Funktionsumfang soll dabei schrittweise erweitert werden – von Prototypen über Pilotflotten bis zur industriellen Skalierung. Als erstes Produktionsziel nennen die Partner das Jahr 2029.

Markus Villig, Gründer und CEO von Bolt, betont: „Diese Partnerschaft bringt zwei Unternehmen zusammen, die die spezifischen Dynamiken des Geschäfts in Europa verstehen.“ Das Ziel sei, das beste autonome Fahrzeugangebot zu schaffen, das auf europäische Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Stellantis setzt auf B2B-Märkte

Für Stellantis erweitert die Zusammenarbeit das wachsende Partner-Ökosystem in Europa. Der Konzern hatte im Oktober eine Kooperation mit dem chinesischen Anbieter Pony.ai für Robotaxi-Tests angekündigt. Ende Oktober folgte die Bekanntgabe einer weltweiten Robotaxi-Strategie gemeinsam mit Nvidia, Uber und Foxconn. Dabei sind erste Einsätze von 5.000 Fahrzeugen in den USA für 2028 vorgesehen. Die Fahrzeuge basieren auf den „AV-Ready“-Plattformen von Stellantis, darunter „K0“ und „STLA Small“, die mit der „Drive AGX Hyperion 10“-Architektur von Nvidia ausgestattet sind.

Der Autokonzern setzt beim hochautomatisierten Fahren mittlerweile rein auf B2B-Märkte. Im Sommer 2025 war bekannt geworden, dass Stellantis die Arbeiten an einem Level-3-System für Pkw eingestellt hat. Der Markt für automatisiertes Fahren der Stufe 3 sei derzeit begrenzt, lautete die Begründung.

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