BMW-Rückruf Probleme mit dem Gurtaufroller

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Bei weltweit 15.000 BMW- und Mini-Einheiten könnten die Gurtaufroller beschädigt sein. In Deutschland müssen rund 2.400 Autos für bis zu zwei Stunden in die Vertragswerkstätten.

Unter anderem fast neue X-Einser müssen überprüft werden. (Bild:  BMW)
Unter anderem fast neue X-Einser müssen überprüft werden.
(Bild: BMW)

Für die BMW-Baureihen (i)X1 (Modellcode U11), (i)X2 (U10) und 2er Active Tourer (U06), sowie die Mini-Baureihen Cooper 3-Türer (F65 ICE), Cooper 5-Türer (F66 ICE), Cooper Cabrio (F67 ICE) und Countryman (U25) gibt es einen neuen Rückruf. Zwischen 18. Juni und 29. August dieses Jahres liefen um die 15.000 Einheiten vom Band, bei denen „entweder einer oder beide der vorderen Sicherheitsgurte möglicherweise nicht korrekt gefertigt wurden“, wie ein Konzernsprecher auf Nachfrage sagte.

Die Gurtaufroller könnten beschädigt sein, „ausfallen und der Gurt seine Rückhaltewirkung verlieren“, ergänzt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in seinen Warnhinweisen. Sie gelten weltweit für um die 15.000 Autos, in Deutschland konkret für 1.855 BMWs und 511 Minis. Der Tausch der betroffenen Bauteile dauert dem Sprecher zufolge für einen Gurt etwa eine Stunde, für beide Gurte bis zu zwei Stunden. Je nachdem, welcher Gurt getauscht wird, trägt der Rückruf eine der internen Nummern „0072800200“, „0072790200“ oder „0072780200“, bei Mini „0072830200“, „0072820200“ oder „0072810200“.

Apropos Aktionscodes: der vergangene Woche bekannt gewordene große Rückruf wegen Problemen mit dem Starter läuft unter den Kennungen „0012550600“, „0012560600“, „0012570600“ und „0012620600“ für die Baureihen 1er bis 7er, X3 bis X7 sowie für den Z4 und damit auch den Toyota Supra (Modellcodes: F20, F21, G01, G02, G05, G06, G07, G11, G12, G20, G21, G22, G23, G26, G28, G29, G30, G31, G32 und G42 aus dem Bauzeitraum 28. September 2015 bis 7. September 2021). Darüber hinaus gibt es einen weiteren Rückruf, der andere Starter-Typen betrifft als die Aktion aus der vergangenen Woche.

Die Aktion „0012590600“ betreffe ausschließlich Fahrzeuge in US-Spezifikation mit dem Sechszylinder-Ottomotor B58TÜ1, sagte der Sprecher. Es handele sich um ein anderes Fehlerbild. Ein Fahrzeugbrand könne ebenfalls auftreten, „jedoch ausschließlich während der Fahrt oder kurz nach dem Abstellen, wenn das Fahrzeug kurz vor dem Abstellen nochmals gestartet wurde“. Daher gibt es hier auch keine Aufforderung an die Kunden, das Auto im Freien mit möglichst weitem Abstand von Gebäuden zu parken.

Auch in Deutschland seien einige Exemplare betroffen, beispielsweise von Militärangehörigen oder Diplomaten. Konkret sind es 319 der 3er- (G20) und 7er-Limousine (G12), 8er-Reihe (G14, G15, G16) sowie des X5 (G05), X6 (G06) und X7 (G07). Sie stammen aus dem Bauzeitraum 20. März 2018 bis 11. Februar 2025. In den USA geht es um über 145.000 Einheiten. Die älteren Fahrzeuge mussten schon im vergangenen Jahr unter dem Aktionscode „0012230600“ in die Werkstatt. Die Dokumentation aller durchgeführten Konzernmaßnahmen erfolge in den Zentral-Systemen der jeweiligen Marke, so der Sprecher. Der Kunde erhalte einen Werkstattauftrag.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

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