Nach vier Jahren coronabedingter Pause läuft derzeit die Aftersalesmesse AutoZum im Messezentrum Salzburg. »Fahrzeug+Karosserie« hat sich umgeschaut.
Karosserie zum Anfassen gab es bei Wieländer+Schill und die passenden Werkzeuge für eine Reparatur konnten ebenfalls geordert werden.
(Bild: Klasing)
Knapp 200 Aussteller aus 13 Ländern präsentieren sich in sieben Hallen mit ihren aktuellen Produkten, Ausstattungsgütern und Werkzeugen vom 20. Bis zum 23, Juni 2023. Zusätzlich hat der Veranstalter drei Sonderschauflächen eingerichtet. Zu den Themen „Future Mobility“, „Vernetze Werkstatt“ und „Nutzfahrzeuge“ werden die neuesten Trends aufgezeigt und ein Blick in die Zukunft der Branche gewährt.
Natürlich sind in den Messehallen die großen österreichischen Branchen-Player der Aftersales-Branche wie Birner, Berner, Lack & Technik, Würth, Stahlgruber, WashTec und Kastner vertreten. Auf ihren Standflächen sind aber auch einige bekannte deutsche Aussteller mit ihrem Produktangebot zu finden. Beim Rundgang hat die »Fahrzeug+Karosserie«-Redaktion diese Highlights gesehen:
Mit dem letztjährigen Bundessieger der Karosseriebautechniker Leonard Jurisch hat Geschäftsführer einen ausgesprochenen Spezialisten und Fachmann in sein Team geholt. Am Carbon-Stand treffen somit Fachleute aus der Werkstatt auf einen Kollegen, der die Bedürfnisse und Werkzeug-Ansprüche genau kennt. Sigi Müller ist seit über 20 Jahren auf der AutoZum und sieht für sein in den vergangenen Jahren komplett neu entwickeltes CBR-System (CBR = Carbon Body Repair / »Fahrzeug+Karosserie« berichtete) einen großen Bedarf. Die auslaufenden Verbrennerfahrzeuge würden zunehmend repariert, weil sich Verbraucher immer häufiger die Neuanschaffung nicht mehr leisten können. Dazu komme, dass auch Endverbraucher immer mehr nach Nachhaltigen Reparaturmöglichkeiten fragen würde. Hiermit beschäftigt sich das Eigeltinger Unternehmen Carbon durch das Thema „Instandsetzen vor Erneuern“ nun schon seit gut 25 Jahren.
Bosch
Eine echte Neuheit war am Stand von BOSCH in der Innovationshalle zu finden: ein Reparatursatz für Hochvoltbatterien in Hybrid-Fahrzeugen. Der Reparatursatz wird im Herbst 2023 in Deutschland in den Markt kommen, verriet uns Martin Körner (Robert Bosch GmbH). Ist die HV-Batterie defekt oder gealtert muss nicht das komplette Batteriesystem getauscht werden. Die Werkstatt mit entsprechendem Fachpersonal kann die OEM-Module durch langlebige Nickel-Metallhybrid-Bosch-Module (6.0 Ah / 14,4 V) ersetzen. Alle anderen Komponenten des Systems, wie Gehäuse, Lüfter oder Elektronik werden wieder verwendet. BOSCH gibt eine Fünfjahresgarantie auf das Set und hat bereits eine KBA-Freigabe, sodass keine Abnahme durch eine Prüforganisation notwendig wird.
Wie eine alternde Batterie erkannt wird, fragen wir nach: Die Anzeichen einer alternden Batterie sind das Fahrzeugalter und ein erhöhter Benzinverbrauch, weil die Batterie weniger e-Antrieb zulässt. Die Spannungsprüfung jeder einzelnen Zelle und deren Ladungszustand lassen zudem Rückschlüsse zu. Mit der Markteinführung ist für die Modelle Toyota Prius III, Yaris und Lexus CT 200 der Reparatursatz verfügbar. Weitere Modelle, auch europäischer Hersteller sollen folgen.
CeboTech
Ein kleines Zuggerät, dass sich schnell und fest neben dem Fahrzeug verankern lässt, so könnte man den Fast Puller beschreiben, den Cebo Tech vertreibt. Unter der großen Verankerungsplatte aus Stahl wird ein Vakuum durch Druckluft erzeugt und so das Zuggerät sicher auf unterschiedlichen Werkstattböden verankert. Mit einer Kette oder einem Zugzylinder können Zug- oder Druckkräfte ausgeübt werden, um eine Delle rückzuverformen. Die Zugkraft mit Kette liegt bei ca. 250 kg, mit einem optionalen Elektropower bis 2500 kg, die maximale Zughöhe beträgt 1,34 Meter.
Wieländer + Schill
Der Werkstattspezialist für die Instandsetzungsbranche kennt die Bedürfnisse seiner Kunden und bietet ihnen entsprechendes Werkzeug und Maschinen an. Neu im Angebot ist ein Notrad für Fahrzeuge nicht nur mit elektrischem Antrieb. Sind beispielsweise Magnesium-Felgen montiert, dürfen diese nicht in der Lackierkabine aufgeheizt werden. Aber auch eine Differenzialsperre oder eine elektrische Parkbremse an einem E-Fahrzeug kann zum Problem werden, wenn das Fahrzeug verschoben werden soll. Dann hilft jetzt der „Roller Spinner“, der von W+S vertrieben wird. Dieses Notrad wird mit 4- oder 5-Loch Befestigung angeboten, oder mit 6-Lochkranz. Mit dem montierten Notrad kann das Fahrzeug dann verschoben werden. Ist die Feststellbremse angezogen oder nicht lösbar, kann durch Lösen der Arretierung die Radnarbe (rot) vom Felgenkranz (schwarz) entkoppelt werden. Dadurch ist dann ein Verschieben möglich.
Stand: 08.12.2025
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tm tools
Geschäftsführer Thomas Martin präsentierte den Easy Puller vom japanischen Hersteller Miracle, der eine Beleuchtung integriert hat. Dadurch sieht der Anwender sehr genau, wo er an der Schadensstelle die Spitze des Zughebels ansetzen und festschweißen kann. Auch die folgende Rückverformung erscheint im Lichtkegel deutlicher. Martin hat 2019 den Vertrieb der Miracle-Werkzeuge übernommen und war zum ersten Mal auf der AutoZum in Salzburg.
Ausblick: Die AutoZum ist zurück im Messekalender und wenn noch der angestammte Termin im Januar wieder eingenommen wird, besteht Potential als kleine überschaubare Messe für den österreichischen Markt. Aber auch die Kollegen aus Süddeutschland nutzen die Messe für einen Tagesausflug mit Werkstattneuigkeiten und Kollegengespräch.