GDV-Bilanz Schäden durch Naturgefahren steigen immens

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Wetterextreme nehmen zu. Im Jahr 2023 waren Bayern und Hessen am stärksten von den Schäden durch Naturgefahren betroffen.

Im Jahr 2023 mussten die Versicherer für Schäden durch Naturgewalten tiefer in die Tasche greifen.(Bild:  Spies Hecker)
Im Jahr 2023 mussten die Versicherer für Schäden durch Naturgewalten tiefer in die Tasche greifen.
(Bild: Spies Hecker)

Sturm, Hagel und weitere Naturgefahren haben im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viele Schäden verursacht. „Die Kosten belaufen sich auf 5,7 Milliarden Euro. Das sind 1,7 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2022. Grund dafür sind vor allem schwere und teure Hagelschäden an Kraftfahrzeugen, die mit 2 Milliarden Euro zu Buche schlugen“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die Ursache für die hohen Kosten sind die immens gestiegenen Ersatzteilpreise und die hohen Werkstattlöhne. Der Schadendurchschnitt für Sturm- und Hagelschäden in der Kraftfahrtversicherung kletterte auf 4.100 Euro, der dritthöchste Wert nach 1984 (4.700 Euro) und 2021 (4.300 Euro).Auf die Sachversicherung entfielen insgesamt 3,7 Milliarden Euro, davon 2,7 Milliarden Euro verursacht durch Sturm und Hagel und eine Milliarde Euro durch weitere Naturgefahren, wie etwa Überschwemmungen infolge von Starkregen. Insgesamt fällt die Naturgefahrenbilanz für 2023 um 800 Millionen Euro höher aus, als noch Ende 2023 angenommen.

Im Vergleich der Bundesländer steht Bayern mit einer Schadensumme von über 2 Milliarden Euro an der Spitze, gefolgt von Hessen mit rund 890 Millionen Euro. „Die Alpenregion und die hessischen Mittelgebirge Taunus und Odenwald waren besonders häufig von Hagel betroffen“, sagt Asmussen. Die jetzt veröffentlichte regionale GDV-Naturgefahrenbilanz erfasst versicherte Schäden an Häusern und Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben und Kraftfahrzeugen.

(Bild:  GDV)
(Bild: GDV)

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