Richtlinienreihe VDI-MT 5900 So stehen die Prüforganisationen zum Sachverständigen-Berufsbild

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 6 min Lesedauer

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Die Richtlinienreihe, die ein Berufsbild für Sachverständige voranbringen soll, befindet sich auf der Zielgeraden und wird von allen Seiten begrüßt. Letzteres war nicht immer so. Auch die eine oder andere Prüforganisation hat ihre zunächst ablehnende Haltung aufgegeben.

Die Richtlinienreihe VDI-MT5900 befindet sich auf der Zielgeraden – wie stehen die Sachverständigenorganisationen dazu?(Bild:  Dekra)
Die Richtlinienreihe VDI-MT5900 befindet sich auf der Zielgeraden – wie stehen die Sachverständigenorganisationen dazu?
(Bild: Dekra)

Anfangs waren die Widerstände groß“, berichtete Peter Stolle, Präsident des Münchner Arbeitskreises für Straßenfahrzeuge (MAS), im Interview mit dem F+K-Schwestertitel »kfz-betrieb«, Ausgabe 9-10/2024. Mit „anfangs“ sind der Start zielführender Bemühungen zur Schaffung eines Berufsbilds für Kfz-Sachverständige vor etwa zehn Jahren und der Beginn der Erarbeitung der Richtlinienreihe VDI-MT 5900 im Jahr 2017 gemeint.

Inzwischen umfasst die Richtlinienreihe mit dem Titel „Sachverständige für Kraftfahrwesen und Straßenverkehr“ sieben Blätter, von denen bereits vier fertiggestellt sind; weitere drei werden bis spätestens Herbst kommenden Jahres erwartet. Die Richtlinie deckt den gesamten nicht hoheitlichen Bereich der Sachverständigentätigkeit ab – von Grundlagen über Wert- und Schadengutachten bis zu den Themen assistiertes, automatisiertes und vernetztes Fahren. Nicht zu vergessen klassische Fahrzeuge. Diese Formulierung wurde gewählt, weil es hierbei nicht nur um Oldtimer, sondern auch um jüngere Liebhaberfahrzeuge geht.