Statistik der Versicherer Preise für Autoersatzteile steigen erneut

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Autoreparaturen dürften noch teurer werden. Grund dafür sei die erneute und seit Jahren anhaltende Preissteigerung der Hersteller für Ersatzteile, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Die Hersteller von Kfz-Ersatzteilen erhöhen die Preise. Für geschützte Ersatzteile steigen die Kosten noch stärker, ermittelte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).(Bild:  Schreiner – VCG)
Die Hersteller von Kfz-Ersatzteilen erhöhen die Preise. Für geschützte Ersatzteile steigen die Kosten noch stärker, ermittelte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
(Bild: Schreiner – VCG)

Der seit Jahren anhaltende Trend setzt sich fort: Die Preise für Kfz-Ersatzteile wie Scheinwerfer, Rückleuchten und Kofferraumklappen seien erneut gestiegen, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit, der die Entwicklung seit Jahren beobachtet. Autokunden dürfte das nicht erfreuen.

Während der Verbraucherpreis-Index seit 2014 um etwa 28 Prozent gestiegen ist, haben Autohersteller ihre Ersatzteilpreise im Durchschnitt um fast 75 Prozent erhöht. Besonders auffällig seien die Preissteigerungen bei Kofferraumklappen und hinteren Seitenwänden, die heute doppelt so teuer seien wie vor zehn Jahren, sowie ein Anstieg der Rückleuchtenpreise um 86 Prozent, so der GDV.

Die steigenden Ersatzteilpreise führen zu höheren Reparaturkosten für Versicherer. Der durchschnittliche Sachschaden in der Kfz-Haftpflichtversicherung betrug laut GDV im letzten Jahr rund 4.000 Euro, verglichen mit 2.500 Euro im Jahr 2013.

Kritik an Monopolstellung der Hersteller

Für die Versicherer ist das bitter: Die deutschen Kfz-Versicherer mussten bereits 2023 Verluste von über drei Milliarden Euro wegen dieser Kostensteigerungen hinnehmen und rechnen für 2024 mit weiteren Verlusten von etwa zwei Milliarden Euro. Es bestehe ein klarer Zusammenhang zwischen den steigenden Ersatzteilpreisen und den Versicherungsbeiträgen, betont der GDV.

Kritik übt der GDV an dem „Quasi-Monopol der Autohersteller auf sichtbare Ersatzteile“, da der Designschutz viele dieser Teile schütze. „Autofahrer und Werkstätten sind gezwungen, viele dieser Ersatzteile direkt vom Autohersteller zu kaufen“, kritisiert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Obwohl eine Gesetzesänderung den Designschutz reformieren soll, blieben die bestehenden Rechte der Autohersteller bis 2045 erhalten.

Zum Hintergrund der GDV-Untersuchung: Für die jährliche Analyse der Ersatzteilpreise erheben Ingenieur/-innen und Statistiker/-innen des GDV die Kosten in der Schadenkalkulationsdatenbank von Audatex. Die Untersuchung umfasst 34 Fahrzeugmarken von Kleinwagen bis Oberklasse-Modellen. Für jedes Modell wurden bis zu zwanzig häufig benötigte Ersatzteile analysiert, die nach Unfällen ausgetauscht werden.

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