Mehrfachjubiläen Subaru: von Allradklassikern und Rallye-Champions

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Dass auch Autobauer mit einer vergleichsweise jungen Geschichte regelmäßig Anlässe zum Feiern haben, dafür ist in diesem Jahr Subaru ein schönes Beispiel.

Den Leone, zu Deutsch Löwe, der ersten Generation führte Subaru 1971 als Coupé mit Frontantrieb ein. Ab 1975 war er als Limousine und Kombi auch in Europa erhältlich.(Bild:  Subaru)
Den Leone, zu Deutsch Löwe, der ersten Generation führte Subaru 1971 als Coupé mit Frontantrieb ein. Ab 1975 war er als Limousine und Kombi auch in Europa erhältlich.
(Bild: Subaru)

Genau ein halbes Jahrhundert ist es her, da importierte der japanische Mischkonzern und Autobauer Fuji Heavy Industries sein erstes Fahrzeug nach Europa. Eines mit einem Antrieb, der später zum Markenzeichen der noch jungen Marke werden wollte: einen Pkw mit Allradantrieb und Boxermotor, den Leone. Er brachte den Antrieb aller vier Räder aus dem rustikalen Offroadsegment hinein in die Großserie. So machte Subaru mit dem in Japan schon drei Jahre zuvor eingeführten kompakten Wagen den Allradantrieb gesellschaftsfähig und kombinierte ihn mit einem drehfreudigen 1,4-Liter-Boxermotor. Zunächst war der mit einem klangvollen italienischen Namen (Leone = Löwe) versehene Subaru nur als Kombi erhältlich, doch zum Europastart ergänzte auch eine Limousine das Programm. Nach Deutschland kam der Subaru Leone allerdings erst im Jahr 1980 mit Gründung von Subaru Deutschland, und das in bereits zweiter Generation. Sie lief bis 1984 vom Band. War der Vierradantrieb anfangs via manuellem Hebel und später per Knopfdruck zuschaltbar, gibt es ihn seit 1985 in Form der dritten Generation des Leone – in Deutschland als L1800 vermarktet – als permanenten symmetrischen Allradantrieb.

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Der Wolf im Limousinen-Schafspelz

Anlass zum Feiern gab vor 30 Jahren der kompakte Subaru Impreza, auf dem der Supersportler WRX STI basierte. Die Motorsportversion des WRX startete seit 1993 in der Rallye-Weltmeisterschaft und war der Beginn einer der größten Erfolgsgeschichten im Rallyesport. Subaru gewann von 1995 bis 1997 dreimal in Folge die WRC Herstellerwertung. Mit Colin McRae, Richard Burns und Petter Solberg ging 1995, 2001 und 2003 auch der WRC-Fahrertitel an die Marke: eine Serie von insgesamt sechs WM-Titeln für Subaru, an deren Anfang 1995 ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Impreza-WRC-Piloten Carlos Sainz und Colin McRae stand. McRae gewann als damals jüngster Fahrer, Sainz wurde knapp dahinter Zweiter und die Konstrukteurs-WM ging auch an Subaru, denn die Kombination von starkem Boxermotor und permanentem Allradantrieb machte Subaru auf Schotter, Schnee und Eis fast unschlagbar. Ein Triumph, den der Hersteller mit einem Sondermodell feierte: Der in limitierter Auflage angebotene Subaru Impreza Sport wurde mit dem selbstbewussten Slogan „Schöne Grüße vom Rallye-Weltmeister“ beworben.

Mikro-Bus mit Maxi-Platz

Der Name des Subaru Libero sagt eigentlich schon alles: Wie der Libero im Fußball war dieser der Mikrobus ohne direkten Gegenspieler. Vielmehr war der zur IAA 1995 aktualisierte Libero ein Multitalent für Familien, Firmen und Freizeitvergnügen. Einzigartig kreativ, weil dieser 3,53 Meter kurze, aber 1,93 Meter hohe Allrad-Van Platz für sechs Passagiere bietet oder bei umgeklappten Fondsitzen bis zu 2.500 Liter Stauraum. Ein Glashubdach vorn und ein elektrisches Panoramadach oberhalb der zweiten Sitzreihe machen die Kabine des Libero noch luftiger. Das Fahrzeug mit der raumsparenden One-Box-Karosseriearchitektur hatte Subaru Deutschland schon seit 1983 im Programm – anfangs unter dem schlichten Namen E10 Wagon. Aber erst im Jahr 1995 zeigte sich die von einem vibrationsarm laufenden 1,2-Liter-Dreizylinder angetriebene Raumkapsel auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Vier Jahre später verabschiedete sich das kleine Kultmobil vom deutschen Markt.

Für urbane und andere kleine Abenteuer

Ab 1984 demokratisierte der Justy den serienmäßigen Allradantrieb für Kleinwagen und erzielte von Beginn an Bestwerte in Qualitätsrankings und Zuverlässigkeitsstatistiken. 1995 schrieb der kleine Justy seine Erfolgsstory in zweiter Generation fort, als Europäer für Europa. Als erster Subaru wurde der Justy – es gab ihn als 3,75 Meter langen Dreitürer und als zehn Zentimeter längeren Fünftürer – in Europa produziert, und zwar im Werk Magyar-Suzuki Hungary in Ungarn. In Japan war der Justy nun nicht mehr erhältlich, aber in Europa garantierte dem von 1,3-Liter-Vierzylinder-Benzinern angetriebenen Cityflitzer der serienmäßige Allradantrieb mit Visco-Kupplung und bedarfsgerechter Kraftverteilung weiterhin eine Alleinstellung im Kleinwagensegment.

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