Schaden und Unfall Versicherungen um sechs Milliarden Euro geschädigt

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Vor allem in der Kfz-Versicherung sehen die Versicherer einen Anstieg dubioser Schadenmeldungen. Insgesamt nehmen die Schäden durch Versicherungsbetrug deutlich zu.

Wenn die Schilderung des Unfalls nicht zum Schadenbild passt, sprechen Versicherer von dubiosen Schäden.(Bild:  Schreiner - VCG)
Wenn die Schilderung des Unfalls nicht zum Schadenbild passt, sprechen Versicherer von dubiosen Schäden.
(Bild: Schreiner - VCG)

Angesichts höherer Schadenaufwendungen in der Schaden- und Unfallversicherung aufgrund steigender Kosten erwarten die deutschen Versicherer deutlich mehr Schäden durch Versicherungsbetrug. „Wir schätzen den Schaden durch Versicherungsbetrug inzwischen auf mehr als sechs Milliarden Euro pro Jahr“, sagt Jörg Asmussen, GDV-Hauptgeschäftsführer.

Der Anteil der Verdachtsfälle an allen Schadenmeldungen sei mit etwa zehn Prozent langfristig zwar unverändert. „Mit den insgesamt steigenden Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung gehen aber auch die Kosten für Betrugsfälle nach oben“, so Asmussen. Zum Vergleich: Bislang taxierten die Versicherer den Schaden noch auf rund vier bis fünf Milliarden Euro jährlich.

Die Hälfte der sogenannten dubiosen Schäden entfällt auf die Kraftfahrtversicherung, der Rest auf die übrigen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung. Der Anteil auffälliger Schäden in Höhe von zehn Prozent basiert auf Schätzungen von Betrugsabwehrexperten der GDV-Mitgliedsunternehmen.

Als dubios werden Schadenmeldungen bezeichnet, die nicht stimmig sind: Häufig passt die Schadenschilderung nicht zum Schadenbild, die Betroffenen machen widersprüchliche Angaben oder reichen manipulierte Kaufbelege ein. „Natürlich sind die meisten unserer Kunden ehrlich und nicht jede dubiose Schadenmeldung ist ein Fall von Versicherungsbetrug“, sagt Asmussen.  (xx)

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