Alternative Nutzfahrzeugantriebe Von Politik und Bürokratie ausgebremst

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz 9 min Lesedauer

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Bürokratie und äußerst komplizierte Fördermittelanträge bremsen die Transformation hin zu alternativen Antrieben aus. Dies war eine Quintessenz einer Podiumsdiskussion auf der Nufam 2023. Politiker hatten dem wenig entgegenzusetzen.

In einem Punkt herrschte Einigkeit bei den Telnehmern der Diskussionsrunde: Der Klimawandel lässt sich nur mit gemeinsamen Anstrengungen stoppen.(Bild:  Wenz | VCG)
In einem Punkt herrschte Einigkeit bei den Telnehmern der Diskussionsrunde: Der Klimawandel lässt sich nur mit gemeinsamen Anstrengungen stoppen.
(Bild: Wenz | VCG)

Aussteller aus 23 Nationen meldete die Karlsruher Nutzfahrzeugmesse im Vorfeld der Nufam. Damit sei die Messe so international gewesen wie nie zuvor. Britta Wirtz, die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, bezeichnete es als Aufgabe der Nufam, der Nutzfahrzeugbranche den perfekten Rahmen für die Transformation hin zu alternativen Antrieben zu geben. Die Branche befinde sich in einem nie da gewesenen Wandel.

Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hob in seinem Grußwort hervor, wie wichtig die Nufam für Karlsruhe sowie für die gesamte Technologieregion Karlsruhe sei. Er verwies darauf, dass viele Logistik- beziehungsweise Fuhrparkunternehmen gerne auf alternative Antriebe umstellen würden, wenn es kostenseitig entsprechende Angebote geben würde. Noch schwieriger sei es für die Kommunen: Seine Stadt habe es zwar mit Unterstützung des Bundes geschafft, einige Müllfahrzeuge mit elektrischem Antrieb anzuschaffen. Damit sei das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht – kommunale Beschaffer sollten hier mehr Mut zeigen. Nur gemeinsam könnten Kommunen, Industrie und Dienstleister den befürchteten Klimawandel aufhalten.