ZKF Caravan-Tag „Ein krisensicheres Geschäft“

Von Christian Otto 3 min Lesedauer

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Zum sechsten Mal lud der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) zu seinem Caravan-Tag. Diesmal präsentierte er dem Fachpublikum ein breites Workshop-Programm und einen positiven Geschäftsausblick.

Ein Tag im Zeichen der Caravan-Reparatur. Der ZKF lud nach Köln-Frechen und 170 Teilnehmer kamen. (Bild:  Otto)
Ein Tag im Zeichen der Caravan-Reparatur. Der ZKF lud nach Köln-Frechen und 170 Teilnehmer kamen.
(Bild: Otto)

Ein technisch anspruchsvolles Thema benötigt ein professionelles Umfeld. Daher war es sehr passend, dass der ZKF als Veranstaltungsort für seinen 6. Caravan-Tag die Axalta Refinish Academy in Köln-Frechen auserkoren hatte. Der 2007 eröffnete Standort des Lackherstellers bietet allein im technischen Bereich 1.600 Quadratmeter sowie weitere Räumlichkeiten für Schulungen und Seminare, von denen 40 bis 50 pro Jahr mit Kunden und Partnern abgehalten werden; genug Platz für die 170 Teilnehmer und zusätzlichen Aussteller des Caravan-Tags.

Begrüßt wurden diese von Claus Evels, Vizepräsident ZKF, und Dierk Conrad, Geschäftsführer Nutzfahrzeuge ZKF. Evels betonte den unverzichtbaren Austausch, den eine solche Veranstaltung biete. Dabei wies er auf das umfassende Workshop-Programm hin, das die Gäste über den Tag erwartete. Verschiedene Partnerunternehmen informierten über spezielle Lackier- und Reparaturtechniken sowie die sachgerechte Begutachtung von Schäden bei Caravan-Fahrzeugen.

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Evels betonte, dass der fachliche Austausch in der Fachrichtung Caravan- und Reisemobiltechniker besonders wichtig sei, da er bei den Ausbildungszahlen noch schwächelt. Er appellierte deshalb an die Teilnehmer, die in dieser Fachrichtung ausbilden dürften, es auch zu tun. Dass gerade das Reparaturgeschäft mit Caravans hochattraktiv sei, zeigten die Zahlen. Laut Evels lag der Bestand an Fahrzeugen am 1. Januar 2025 bei über 1,7 Millionen Einheiten. „All diese Fahrzeuge wollen gewartet und repariert werden“, so der ZKF-Vizepräsident.

Margenstarkes Geschäftsfeld

Das bestätigten auch Frank Forst und Michael Schäfer von Axalta Coating Systems Germany, also die Hausherren der Veranstaltung. Business Director Forst sah mit Blick auf die Reparatur von Nutzfahrzeugen und Caravans die „Geschäftsauslastung 2024 im Peak“. Eine Vorlaufzeit von sechs bis acht Wochen sei die Regel gewesen. Neben höheren Unfallzahlen verzögerten vor allem Wartezeiten bei der Ersatzteilbeschaffung eine schnellere Bearbeitung. Zugleich biete das Caravan-Business ein Beschäftigungsfeld, das Margen ermögliche, die in anderen Bereichen nicht mehr zu erzielen seien. Die Arbeit an Caravans und insbesondere bei Strukturreparaturen brauche laut Forst aber eine besondere Ausbildung. Deshalb unterstützt Axalta diese spezielle Zielgruppe mit Lehrgängen.

Abgerundet wurde der Vortragspart durch die Ausführungen von Ariane Finzel, Geschäftsführerin des Deutschen Caravaning Handels-Verbands (DCHV). Sie attestierte für die Händler derzeit ein „dreifaches Volumen in den Werkstätten“. Das sei auch Folge des Absatzhochs bei Wohnmobilen infolge der Corona-Phase. Doch allein könne der Handel diese Umfänge in seinen Werkstätten nicht abbilden. Auch Finzel unterstrich, dass es für Caravan und Reisemobil noch an Fachkräften im klassischen Sinn fehlt. Mit der neuen Fachrichtung komme aber nun eine überfällige Professionalität, die alle treiben müssten.

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Beim Caravan-Service schlug Finzel in die gleiche Kerbe wie ihre Vorredner; auch sie sieht die Möglichkeit, noch gutes Geld zu verdienen. Die Werkstatt, das zeigten auch Umfragen in der Branche, sei ein krisensicheres Geschäft.

Breites Programm

Nach dieser Bestandsaufnahme folgten drei Workshop-Blocks. Themen wie die sichere Farbtonfindung bei der Reparaturlackierung von Reisemobilen und Caravans (Axalta), das zuverlässige Instandsetzen von Bauteilen aus Kunststoff (Sika), die Strukturblechreparatur mit SRS (Axalta), die Vorstellung der Leitfäden für einen sicheren Klebeprozess (Dekalin) und die Instandsetzung im Falle eines Seitenwand-Durchstoßes (Teroson) gehörten ebenso zum umfangreichen Programm wie die Vermittlung von Wissen zu Feuchtigkeitsschäden und -messung (CGF) oder das Teilen von Praxiserfahrungen zur Gasprüfung nach G 607 (ZKF).

Daneben konnten sich die Teilnehmer in einer Ausstellung mit fachkundigen Unternehmen wie Sata, Visomax oder Wistra austauschen. Den Abschluss bot eine Preisverleihung im Rahmen eines Gewinnspiels. Es galt, den Reparaturaufwand eines Fahrzeugs genau zu schätzen. Die Sieger erhielten diverse Preise der Partnerunternehmen des Caravan-Tags. Dieser findet im kommenden Jahr eine Fortsetzung.

 co

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