Stellantis-Rückrufe Zwei Aktionen wegen erhöhter Brandgefahr

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Eine lockere Kraftstoffleitung und ein defekter Hochvoltspeicher sorgen jeweils für eine Maßnahme des Konzerns, allerdings mit sehr unterschiedlichem Umfang.

Der 208 ist eines von sechs betroffenen Peugeot-Modellen im Rahmen des jüngsten, großen Stellantis-Rückrufs.  (Bild:  Peugeot)
Der 208 ist eines von sechs betroffenen Peugeot-Modellen im Rahmen des jüngsten, großen Stellantis-Rückrufs.
(Bild: Peugeot)

Quer durch die gesamte Modellpalette des Konzerns geht ein neuer Stellantis-Rückruf für insgesamt weltweit über 800.000 Fahrzeuge. Aufgrund gelockerter Muttern könne es zu einer Kraftstoffleckage an der Hochdruckleitung zwischen der Hochdruckpumpe und dem Rail kommen, erläuterte eine Konzernsprecherin auf Nachfrage. „Dies kann zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen“. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind bis Mitte Juni bereits elf Brandfälle aus dem Feld gemeldet worden.

Konkret geht es der Behörde zufolge um folgende Marken und Baureihen in Deutschland:

  • 31.295 Peugeot 208, 408, 308, 2008, 3008 und 5008 aus dem Produktionszeitraum 26.10.2022 bis 24.4.2025
  • 30.810 Opel Astra, Corsa, Frontera, Grandland und Mokka aus dem Produktionszeitraum 4.11.2022 bis 24.4.2025
  • 15.380 Citroën C3, C4(X) und C5 (Aircross, X) aus dem Produktionszeitraum 27.10.2022 bis 21.05.2025
  • 5.993 Fiat 600 und Grande Panda aus dem Produktionszeitraum 9.2.2024 bis 17.5.2025
  • 2.588 Jeep Avenger aus dem Produktionszeitraum 16.1.2024 bis 17.5.2025
  • 1.898 Alfa Romeo Junior aus dem Produktionszeitraum 11.7.2024 bis 22.4.2025
  • 259 DS4 und DS3 aus dem Produktionszeitraum 27.10.2022 bis 13.5.2025
  • sowie 7 Lancia Ypsilon aus dem Produktionszeitraum 18.3.2024 bis 22.4.2025

Infos zu einer bestimmten Motorisierung gab es von offizieller Seite nicht. In Online-Foren ist allerdings davon die Rede, dass der Rückruf auf die Mild-Hybrid-Modelle eingegrenzt sei. Die Aktionskennungen lauten „MXZ“ (Peugeot), „GJ6“ (Citroën, DS), „KUU“ (Opel), „F51L“ (Fiat), „F51M“ (Lancia), „F51N“ (Alfa) und „58C“ (Jeep). „Um dieses Problem zu beheben, ziehen wir die Muttern an der Hochdruckleitung und die Schrauben am Rail nach“, kündigte die Sprecherin an. Hierfür sind etwa 20 Minuten eingeplant.

Brandgefahr auch bei einigen PHEV-Modellen

Im Idealfall ist auch der zweite Rückruf in dieser Zeitspanne erledigt. Dies gilt für den Fall, dass eine Überprüfung der in den betroffenen Plug-in-Hybriden verbauten Hochvoltbatterie lediglich die Notwendigkeit eines Updates des Batteriemanagementsystems ergibt. In manchen Fällen muss die HV-Batterie aber auch getauscht werden, was dann eine Reparaturdauer von 6,3 Stunden ergibt. Grund für den Aufwand ist eine mögliche Überhitzung des Energiespeichers, die „im schlimmsten Fall zu einem Batterie- oder Fahrzeugbrand führen kann“, wie die Sprecherin sagte.

Die Rückrufcodes „GK8“, „KT8“ und „MYF“ gelten für weltweit etwa 53.000 Citroën C5 Aircross, DS7 Crossback, Opel Grandland sowie Peugeot 3008 und 508 aus verschiedenen Bauzeiträumen zwischen März 2019 und Oktober 2022. Auf Deutschland entfallen 3.548 Opel, 1.568 Peugeot und 1.320 Citroën beziehungsweise DS.

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