Oldtimergeschäft Autohaus Hagenlocher ist Erstpreisträger des Classic Business Awards

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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Im Rahmen der Premiere ihres Classic Business Days vergaben die Medienmarken »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« ebenfalls erstmals den Classic Business Award. Das Team um Klaus Hagenlocher aus dem gleichnamigen Autohaus in Böblingen ist der Preisträger.

Während der Verleihung des Classic Business Awards im PS-Speicher Einbeck: Autohausinhaber Klaus Hagenlocher (Mitte), daneben die Mitarbeiter Gabriel Perlmann (links) und Sven Nordmann (rechts) sowie Raphael Dammann (DAT, links außen) und »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel (rechts außen). (Bild:  Zietz – VCG)
Während der Verleihung des Classic Business Awards im PS-Speicher Einbeck: Autohausinhaber Klaus Hagenlocher (Mitte), daneben die Mitarbeiter Gabriel Perlmann (links) und Sven Nordmann (rechts) sowie Raphael Dammann (DAT, links außen) und »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel (rechts außen).
(Bild: Zietz – VCG)

Einbeck am 19. November 2025: In der „Genusswerkstatt“, einer Eventlocation des „PS-Speichers“, veranstaltete die Vogel Communications Group mit ihren Medienmarken »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« den ersten Classic Business Day. Der Ort war gut gewählt, gilt der „PS-Speicher“ doch als das größte Oldtimermuseum Europas.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen vergleichbarer Art ging es beim Classic Business Day nicht um die Darstellung der schönen und heilen Oldtimerwelt, sondern um die Vermittlung nutzenorientierter Themen, ausgerichtet auf die Zielgruppen Kfz-Betriebe und Sachverständigenbüros. So stellten Thomas Grüner vom Lackhersteller Kaddi-Lack und Jörg Egger vom Lackierbetrieb Breymann gemeinsam mit dem Autor klar, dass historisch korrekte Lackmaterialien keineswegs verboten sind, wie es der eine oder andere Reparaturlackhersteller in der Vergangenheit verbreitet hat.

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Historisch korrekte Lackmaterialien – das sind beispielsweise Öl-, Nitro-, Thermoplast- und lösemittelhaltige Kunstharzlacke. Ihre erlaubte Verwendung für historische Fahrzeuge regeln die Lösemittelhaltige-Farben-und-Lack-Verordnung, kurz ChemVOCFarbV, und ein Positionspapier des Arbeitskreises Fachfragen und Vollzug (AK FV) der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft für Chemikaliensicherheit (BLAC).

Weitere Vorträge des ersten Classic Business Days stammten von Gerd Heinemann (Wolk & Nikolic / BBE Automotive), von Robert Müller (Beratungsagentur Clubrebellen), von Steffen Dominsky (Redaktion »kfz-betrieb«) und vom Autor. Themen waren die aktuelle Situation in der professionellen Oldtimerszene, die Ansprache junger Leute für einen Kfz-Beruf, die Antwort auf die Frage, ob moderne Fahrzeuge zu Oldtimern reifen können, und die erfolgte Überarbeitung der Zustandsbewertung historischer Fahrzeuge (Zustandsnotenprinzip).

Ein Programmpunkt blieb den rund 100 Teilnehmern zunächst verborgen: die erstmalige Vergabe des Classic Business Awards. Auf den Preisträger Autohaus Hagenlocher hatten sich die Redaktionen von »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« schnell geeinigt. Der Böblinger Kfz-Betrieb gab seine Markenverträge für Mercedes-Benz Pkw, Transporter und Smart auf, um sich gänzlich neu zu orientieren. Der Mitte 2022 eröffnete Neubau berücksichtigt die drei Standbeine des Unternehmens in idealer Weise: freie Werkstatt, Oldtimerspezialist und Eventlocation. 2019 und 2023 erreichte das Autohaus Hagenlocher Podestplätze beim ebenfalls von der Vogel Communications Group ausgelobten Deutschen Werkstattpreis.

Auf Basis der Firmengeschichte liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit der freien Werkstatt auf den Baureihen der genannten Marken, ohne andere deutsche Marken zu vernachlässigen. Historische Fahrzeuge – am liebsten Mercedes-Benz und Engländer – werden im Bereich Hagenlocher Classic betreut, was Service, Reparatur und Restaurierung umfasst. Die Classic Car Lounge ist für Veranstaltungen jeglicher Art buchbar. Findet gerade keine Veranstaltung statt, werden dort Fahrzeuge eingelagert.

Die Unternehmensnachfolge ist geklärt

Das Autohaus Hagenlocher beschäftigt 14 Mitarbeiter und hat die Unternehmensnachfolge gesichert, indem bereits vor geraumer Zeit drei engagierte Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt wurden. Zwei dieser Mitarbeiter kamen mit nach Einbeck, um am Classic Business Day teil- und den Classic Business Award entgegenzunehmen: Gabriel Perlmann, verantwortlich für Fahrzeugannahme und Auftragsabwicklung im Bereich Classic, und Sven Nordmann, den Klaus Hagenlocher als den „besten Mechaniker für Young- und Oldtimer“ bezeichnet.

Unterstützt wurde die Auszeichnung durch die Deutsche Automobil Treuhand (DAT). Raphael Dammann, Head of Sales Strategy der DAT, ehrte zusammen mit Wolfgang Michel, Chefredakteur des »kfz-betrieb«, den Gewinnerbetrieb.

„Für mich passt das Unternehmen perfekt zum Slogan des Classic Business Days: Autos von gestern, Geschäft für morgen. Das Autohaus Hagenlocher ist ein wahrer Leuchtturm rund um das Geschäft mit Young- und Oldtimern“, sagte Wolfgang Michel in seiner Laudatio.

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Raphael Dammann ergänzte: „Wir fühlen uns auch geehrt, dass wir solch einen Preis unterstützen und an ein Unternehmen vergeben dürfen, das älter als die DAT ist, die 1931 gegründet wurde. Es ist besonders erfreulich, dass Sie mit diesem Geschäftsmodell schon so lange so erfolgreich sind.“ Das Autohaus Hagenlocher existiert seit September 1922.

Klaus Hagenlocher freute sich sichtlich: „Es ist eine große Ehre, dass unser Engagement der vergangenen 20 Jahre mit so einem Preis gewürdigt wird. Mir ist besonders wichtig: Der Preis gehört im Wesentlichen den Mitarbeitern."

Sowohl der Classic Business Day als auch der Classic Business Award werden fortgeführt und jährlich veranstaltet bzw. vergeben. Nächster Termin und Veranstaltungsort: 18. November 2026 in Böblingen.

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