Volvo Trucks Bessere Aussichten nach schwierigem Schlussquartal

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Volvo Trucks hat wie die Konkurrenz mit der schleppenden Konjunktur zu kämpfen. Im Schlussquartal 2024 liefen die Geschäfte schlecht. Doch nun legt der Bestelleingang zu.

Volvo Trucks hat ein schwieriges Jahr 2024 hinter sich. Die Aussichten sind für 2025 stabiler.(Bild:  Volvo Trucks)
Volvo Trucks hat ein schwieriges Jahr 2024 hinter sich. Die Aussichten sind für 2025 stabiler.
(Bild: Volvo Trucks)

Der Lkw-Hersteller Volvo hat im vierten Quartal auch wegen der schwachen europäischen Märkte einen Gewinneinbruch erlitten. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis des Konzerns fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um knapp ein Viertel auf 14,0 Milliarden schwedische Kronen (1,22 Mrd. Euro), wie der Rivale von Daimler Truck und der VW-Nutzfahrzeugholding Traton in Stockholm mitteilte. Die um Sonderposten bereinigte Marge in Volvos Lkw-Geschäft sackte von 13,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 10,6 Prozent ab.

Volvo begründete den Rückgang damit, dass weniger und billigere Fahrzeuge abgesetzt wurden und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen. Chef Martin Lundstedt verwies auf viele Produkteinführungen im vergangenen Jahr. Dieses Jahr dürften die Ausgaben für Forschung und Entwicklung aber noch etwas höher liegen als 2024.

Allerdings besserten sich die Anzeichen für das künftige Geschäft der Schweden, weil die Truck-Bestellungen nach längerer Durststrecke spürbar anzogen. Zudem erreichte der freie Finanzmittelzufluss im vierten Quartal einen Rekord.

Weil die Verkäufe vor allem auf dem größten Markt Europa schwächelten, sackte der Umsatz im Quartal um 6 Prozent auf 138,4 Milliarden Kronen ab. Unter dem Strich ging der Gewinn um elf Prozent auf 10,7 Milliarden Kronen zurück. Für das Gesamtjahr 2024 erhöhte Volvo die Regeldividende von 7,50 auf 8 Kronen. Zudem gibt es wie im Jahr zuvor noch eine Sonderdividende von 10,50 Kronen obendrauf.

Auftragseingang steigt um ein Viertel

Am Aktienmarkt scheinen die Anleger vom Unternehmen überzeugt. Allein im laufenden Jahr hat der Kurs rund 14 Prozent an Wert gewonnen. Die Bank JP Morgan verwies auf die Wende bei den Bestellungen als positiven Faktor. Hier sieht die Lage tatsächlich etwas rosiger aus als früher: Der Auftragseingang lag mit 61.200 Lkw knapp ein Viertel über dem Wert ein Jahr zuvor.

Die Erwartungen an die wichtigsten Märkte für Schwerlast-Lkw blieben bei den Schweden allerdings unverändert. In China und Indien geht Volvo sogar von weniger Marktvolumen aus als bisher. Die eigentlich großen Nutzfahrzeugmärkte dort sind für westliche Hersteller – auch für Volvo – jedoch weniger relevant.

Volvo galt im Branchenvergleich zuletzt oft als ein Maßstab bei der Profitabilität in der Branche. Bei den Schwaben von Daimler Truck reicht im Allgemeinen nur das lukrative Nordamerikageschäft an Volvos Margen heran, bei Traton ist die schwedische Marke Scania die Renditeperle und erst in diesem Jahr in ähnliche Höhen vorgedrungen.

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