Die freie Werkstatt aus Zell am Harmersbach überzeugte die Jury durch ihre beständige Weiterentwicklung, das herausragende Betriebsklima und die hohe technische Kompetenz.
Jeden Tag ein bisschen besser: Mit kontinuierlicher Weiterentwicklung hat das Autohaus Deusch es zum zweiten Mal aufs oberste Treppchen beim Deutschen Werkstattpreis gebracht.
(Bild: Stefan Bausewein)
In einer stimmungsvollen Zeremonie, geprägt von vielen Emotionen und gefolgt von einer rauschenden Party, vergab die Redaktion von »kfz-betrieb« zusammen mit ihren Partnern Continental, GTÜ, LKQ und Würth am 11. Oktober den Deutschen Werkstattpreis. Nur einer blieb lange cool inmitten des Trubels: Sven Wangler, Inhaber des Autohauses Deusch und nun schon zum zweiten Mal Sieger bei Deutschlands wichtigster Auszeichnung für markenunabhängige Kfz-Betriebe.
Wobei: So cool nun auch wieder nicht. In seiner Ansprache wurde deutlich, dass auch ihm die erneute Ehrung viel bedeutete: „Zuerst sage ich ein ganz großes Dankeschön an mein Team. Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht.“ Gleichzeitig bezog er alle Anwesenden mit ein, als er hinzufügte: „Wir freien Werkstätten sind so gut aufgestellt. Man muss nicht zu den Größten gehören, sondern zu den Besten!“
Doch was macht den Betrieb aus Zell am Harmersbach mitten im Schwarzwald so besonders, dass er sich nach 2018 nun auch 2024 in die Siegerliste eintragen konnte? Auch den ehrenhaften 3. Platz von 2011 wollen wir an dieser Stelle nicht vergessen. Nun, es ist gar nicht die eine große Geschäftsidee oder das brillante Konzept, sondern die harte Arbeit, die Wangler, seine Ehefrau Beatrice und das gesamte Team leisten, um den Betrieb jeden Tag ein bisschen besser werden zu lassen.
Denn auch nach dem Sieg 2018 haben sich die Unternehmer nicht etwa auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sondern sich konsequent weiterentwickelt. So wurde der Betrieb beispielsweise auf digitale Prozesse umgestellt. Eine Serverstation mit neun vernetzten Einzelarbeitsplätzen bietet die Grundlage dafür, dass jeder Mitarbeiter jederzeit auf alle Daten zugreifen kann, die er zur Erledigung des Auftrags braucht. Der digitale Werkstattplaner ist ebenfalls für alle einsehbar. Die Arbeitszeiten werden selbstverständlich digital erfasst. Die Vernetzung reicht bis hin zur Werkstattausrüstung, die mittels Workshop-Net ihre Daten weitergeben. Sogar Homeoffice ist bei bestimmten Tätigkeiten möglich – firmeneigene Laptops stehen dafür bereit.
Ein Pionier der Vier-Tage-Woche in der Kfz-Branche
Auch für die Nachhaltigkeit ihres Geschäftsbetriebs haben sich Beatrice und Sven Wangler in den letzten beiden Jahren stark engagiert. Sie investierten mehr als 150.000 Euro in bauliche Verbesserung inklusive Dämmung sowie in eine Photovoltaikanlage.
Nicht neu, aber immer wieder beeindruckend sind das gute Betriebsklima im Autohaus Deusch und die zahlreichen Benefits, die die Wanglers ihrem mittlerweile 14-köpfigen Team zuteil werden lassen. So etwa die Vier-Tage-Woche. Diese gibt es in Zell schon seit sieben Jahren – unter den freien Werkstätten dürfte Deusch mit diesem Konzept einer der Vorreiter gewesen sein. Zahlreiche gemeinsame Events schweißen das Team zusammen, zu dem auch immer Lehrlinge gehören – aktuell sind es vier. Beim täglichen gemeinsamen Mittagessen ist es vollkommen normal, dass die Chefin auch den jüngsten Mitarbeitern den Kaffee einschenkt – warum auch nicht!
Nie nachlassen, das könnte das Motto der Unternehmerfamilie Wangler sein. Und die Weichen für die Zukunft sind ebenfalls schon gestellt. Sohn Nico ist als Kfz-Technikermeister ebenso im Betrieb beschäftigt wie Tochter Jana-Maria, die sich um Verkauf und Marketing kümmert. Als Vorbild für die ganze freie Werkstattbranche taugt aus dem diesjährigen Bewerberfeld wohl niemand so gut wie Deusch, der verdiente Sieger beim Deutschen Werkstattpreis 2024.
Starkes Bewerberfeld mit unterschiedlichen Konzepten
Das soll die Leistungen der anderen Betriebe nicht schmälern, denn wohl selten in der Geschichte des Deutschen Werkstattpreises fiel der Jury die Entscheidung so schwer. Auf Platz 2 kam mit MM Kfz-Service aus Ansbach ein Betrieb, dem mit Manuel Muhr ein junger, visionärer Quereinsteiger vorsteht. Muhr hat sich vom begeisterten Schrauber über die Fahrzeugaufbereitung zum Werkstattunternehmer vorgearbeitet und überzeugte die Jury mit seinem neu gebauten Betrieb ebenso wie mit seinem überzeugenden Nachhaltigkeitskonzept.
Den dritten Platz teilen sich Bosch Car Service Mezger, die mit dem komplett neu erstellten Vorzeigestandort in Höchberg bei Würzburg ins Rennen gingen, mit Kfz-Finder aus Kall, einem freien Mercedes-Benz-Spezialisten aus der Eifel.
Hier alle Platzierten:
1. Platz: Autohaus Deusch, Zell am Harmersbach
2. Platz: MM Kfz-Service, Ansbach
3. Platz: Mezger, Höchberg/Kfz-Finder, Kall
Top Ten-Betriebe:
- Autofullservice Danner, Gottmadingen
- Uthoff KLS, Steinheim
- Krenz Autoservice, Paderborn
- Thöne & Schlösser, Leverkusen
Stand: 08.12.2025
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- Freudenstein Autoreparatur und Handel, Edermünde
Der Deutsche Werkstattpreis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben und ist Deutschlands wichtigste konzernunabhängige und neutrale Auszeichnung für freie Werkstätten. Die Jury besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von »kfz-betrieb« und den Sponsoren Continental, GTÜ, LKQ und Würth.
Im Bewerbungsprozess müssen die Betriebe nicht nur einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen, sondern auch beim Jurybesuch im eigenen Betrieb überzeugen können.
Bewerbungsstart Deutscher Werkstattpreis 2025 – nicht verpassen!
Auch im kommenden Jahr zeichnet »kfz-betrieb« wieder die besten markenunabhängigen Kfz-Betriebe Deutschlands für ihre herausragenden Leistungen in den Bereichen Kundenservice, Werkstattmanagement, Technik und Marketing aus. Sie möchten sich bewerben? Gerne informieren wir Sie kostenlos und unverbindlich, sobald die Bewerbungsphase für 2025 startet!