Fairer Wettbewerb Der GVA im Kampf gegen die Automobilhersteller

Von Jakob Schreiner 3 min Lesedauer

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Mit einer Branchenallianz, die es in der Größe und Stärke noch nicht gegeben habe, steckt der GVA mitten in einem juristischen Feldzug gegen die Autohersteller. Das Ziel: der faire Zugang zu Fahrzeugdaten und die Sicherung der Zukunft des freien Marktes.

Fast 400 Entscheider aus dem Independent Aftermarket (IAM) folgten der Einladung ihres Verbandes nach Hannover. (Bild:  Schreiner – VCG)
Fast 400 Entscheider aus dem Independent Aftermarket (IAM) folgten der Einladung ihres Verbandes nach Hannover.
(Bild: Schreiner – VCG)

Eine klare Botschaft prägte den Tag: Der Kampf um die Unabhängigkeit des Independent Aftermarket (IAM) ist entscheidend für die Sicherung der Geschäftsmodelle aller Beteiligten. Unter dem Leitthema „Abhängigkeiten“ hatte der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) nach Hannover zur Jahresmitgliederversammlung eingeladen, der knapp 400 Personen folgten. Die wohl direkteste und eine der zentralsten Abhängigkeiten, die den Verband fordert und Ressourcen schluckt, ist die von den Autoherstellern. Denn diese haben das, was der IAM zwingend benötigt: Fahrzeugdaten. Die rücken die Hersteller aber ungern heraus und wehren sich mit allen Mitteln dagegen.

Der GVA verwies auf eine Reihe juristischer Erfolge, die er im Jahr 2024 gegen die Autobauer eingefahren hat. Rund 40 weitere Verfahren führt er derzeit gegen die Automobilhersteller, um den Zugang zu essenziellen Fahrzeugdaten und die Rechte der Teilehändler, Produzenten und schlussendlich auch der freien Werkstätten zu sichern und widrige Geschäftspraktiken zu unterbinden.