Schadentalk 2024 Des einen Leid ist des anderen Schmerz

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz 3 min Lesedauer

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Der Schadenmarkt hat sich komplett gedreht – die Branche steht vor anderen Herausforderungen als noch vor zwei Jahren. Beim Schadentalk am 13. September um 15:00 Uhr in Halle 11.1 stellen sich Schadenlenker und Versicherungen den kritischen Fragen der Moderatoren Christian Simmert und Konrad Wenz.

Auch in diesem Jahr stellen sich die Schadenlenker und Versicherer wieder den kritischen Fragen der Moderatoren Christian Simmert und Konrad Wenz.(Bild:  Schaden.news)
Auch in diesem Jahr stellen sich die Schadenlenker und Versicherer wieder den kritischen Fragen der Moderatoren Christian Simmert und Konrad Wenz.
(Bild: Schaden.news)

Im Bereich der aktiven Schadensteuerung durch Versicherungen und Schadenlenker liegt vieles im Argen. Die Tatsache, dass es quasi keine unabhängigen Schadensteuerer mehr gibt, hat die Situation eher verschärft. Die Innovation Group gehört der Allianz, DMS hat sich die Global Automotive Service GmbH (G.A.S.) einverleibt, an Riparo sind die Versicherungen Provinzial, R+V und Württembergische beteiligt usw.

Das Partnernetz der HUK-Coburg firmiert zwar unter dem Label „Die Partnerwerkstatt“ und steht allen Versicherern offen (wenn diese das wollen), aber über die Zugehörigkeit dieses Netzes kann man nicht ernsthaft streiten. Die Strategie dahinter ist klar: Versicherer wollen sich die sinkenden Reparaturkapazitäten sichern, um ihre Schadenfälle schnell und kostengünstig abwickeln zu können. Doch es funktioniert nicht – Schlagworte wie „kooperatives Schadenmanagement“, „Partnerschaft“ und „Begegnung auf Augenhöhe“ scheinen in der Tat Makulatur zu sein. Hört man bei Werkstätten genau hin, entspricht die oft zitierte Partnerschaft nicht der Realität.

Die Moderatoren und Chefredakteure Christian Simmert (schaden.news) und Konrad Wenz (»Fahrzeug+Karosserie«) diskutieren auf der Automechanika am 13. September 2024 in Halle 11.1, Stand C43, unter dem Motto „Miteinander, Gegeneinander – wohin steuert der Schadenmarkt mit Versicherern, Schadenlenkern und Verbänden über Probleme, Strategien und eventuelle Lösungsansätze für ein besseres Miteinander.

Werkstattbetreiber beklagen sich beispielsweise zunehmend über lange Bearbeitungszeiten ihrer Reparaturrechnungen – Laufzeiten von bis zu mehreren Monaten sind demnach heute eher die Regel, denn die Ausnahme. Dazu kommt, dass (willkürliche) Rechnungskürzungen nach wie vor zur Tagesordnung gehören – selbst dann, wenn die Rechnungen den vorher abgestimmten Kostenvoranschlägen entsprechen und eine Freigabe beziehungsweise Kostenübernahme durch den Versicherer vorliegt. Darüber hinaus kämpfen Werkstätten mit der Kostenexplosion, die in den Vereinbarungen zum Stundenverrechnungssatz kaum Berücksichtigung findet, die Versicherer wälzen administrative Aufgaben nach wie vor auf Werkstätten ab, von einem einheitlichen Schadenportal ganz zu schweigen.

Und der Fachkräftemangel tut sein Übriges, um die Situation zu verschärfen. Denn selbst wenn die Werkstätten, die durch Versicherungen und Schadensteuerer gelenkten Schäden bearbeiten wollen, sie können es einfach nicht – die notwendigen Kapazitäten sind nicht vorhanden.

Werkstätten können derzeit aus einer Position der Stärke heraus verhandeln. Schadenlenker und Versicherungen, die nicht mit sich reden lassen, sperren die Werkstätten und nehmen von ihnen keine Aufträge mehr an. Ein Umstand, den Versicherer in der Regel nicht zugeben wollen. Aber sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass die aktive Schadensteuerung in Zukunft deutlich anspruchsvoller wird. Dies ist nicht nur auf mangelnde Kapazitäten zurückzuführen, sondern auch auf den technologischen Wandel – künftig wird nicht mehr jede Werkstatt alles reparieren können.

Über all diese Themen diskutieren Simmert und Wenz, während der Automechanika am 13. September in Frankfurt (Halle 11.1, Stand C43) mit Werkstattvertretern, Versicherungen und Schadenlenkern. Mit welchen Strategien wollen die Assekuranzen den Herausforderungen begegnen, was sind die Forderungen der Werkstätten – und wie lässt sich ein gemeinsamer Weg, hin zur echten Partnerschaft, gestalten?

Während der Talkrunde in Frankfurt sind führende Vertreterinnen und Vertreter des Schadenmanagements auf der Bühne. Stefan Artz (Allianz Versicherung, Martin Schneider (HUK-Coburg), Mark Alagna (Innovation Group), Jürgen Schmidt (Riparo), Dimitra Theocharidou-Sohns (Service Partner Netzwerk SPN) und Kai Gräper (DMS Deutschland) diskutieren mit Spitzenverbänden über die aktuelle Lage und die weitere Entwicklung in der Schadensteuerung. Beim Schadentalk vertreten ZKF-Präsident Arndt Hürter, Bundesinnungsmeister Detlev Peter Grün (ZDK) und BVdP-Geschäftsführer Michael Pinto die Interessen der Werkstätten.

 (we)

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