Gefälschte Räder Drastisch deformiert und unrund

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Produktpiraterie ist weiterhin ein großes Problem in der Kfz-Branche. Wer gefälschte Produkte verwendet, der bekommt oft nicht nur Schrott für (zu) viel Geld, sondern muss auch mit erhöhter Unfallgefahr rechnen – wie bei schlecht nachgebauten Rädern.

AMG-Felgen: Fälschung (links) und Original (rechts) lassen sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden.(Bild:  Mercedes-Benz)
AMG-Felgen: Fälschung (links) und Original (rechts) lassen sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden.
(Bild: Mercedes-Benz)

Rund 1,5 Millionen Produktfälschungen allein für die Marke Mercedes-Benz haben die Behörden im vergangenen Jahr bei insgesamt 793 Razzien beschlagnahmt, meldete der Stuttgarter Hersteller in diesem Sommer in einer Pressemeldung. Und die Probleme, die sich leichtsinnige Käufer mit solchen Produkten einhandeln können, gehen weit über das in betrügerischer Absicht verwendete Markenlogo hinaus. Bei ihren Nachforschungen fanden die Behörden zum Beispiel Luftfilter aus leicht entzündlichem Material, minderwertige Bremsteile und Bremsbeläge mit gefährlichen Materialien wie Blei und Arsen.

Dabei hat das Markenschutz-Team von Mercedes-Benz die Beobachtung gemacht, dass zunehmend hochwertige Produkte, zum Beispiel von Mercedes-Benz Maybach und AMG, gefälscht werden. Manchmal bauen Kriminelle sogar komplette Fahrzeuge nach. Gegen solche illegalen Replikas und Umbauten geht das Markenschutzteam von Mercedes-Benz konsequent vor, heißt es in der Pressemeldung.