Jeep-Rückrufe Erhöhtes Brandrisiko wegen Batterieproblemen

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Zwei Maßnahmen für die PHEV-Varianten des Wrangler, Grand Cherokee, Compass und Renegade werden durch ein erhöhtes Brandrisiko bei insgesamt etwa 3.000 Einheiten in Deutschland ausgelöst.

Unter anderem neuere Wrangler-Modelle benötigen aktuell ein Pflicht-Softwareupdate.(Bild:  Stellantis)
Unter anderem neuere Wrangler-Modelle benötigen aktuell ein Pflicht-Softwareupdate.
(Bild: Stellantis)

Bei Jeep gibt es aktuell zwei Rückrufaktionen für Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV). Die größere gilt dem Wrangler und Grand Cherokee der Baujahre 2020 bis 2023. Ein Softwarefehler im Batteriemanagementsystem kann verhindern, dass Fehler in der Hochvoltbatterie erkannt werden. Dies erhöht die Gefahr einer thermischen Überlastung, die zu einem Fahrzeugbrand führen kann – auch im geparkten Zustand. Insgesamt knapp 192.000 Geländewagen sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit betroffen, davon 2.459 in Deutschland.

Die Vertragswerkstätten führen ein Software-Update für das Battery Pack Control Module (BPCM), den Auxiliary Hybrid Control Processor (AHCP), den Hybrid Control Processor (HCP), das Integrated Dual Charging Module (IDCM), das Powertrain Control Module (PCM) und das Transmission Control Module (TCM) durch, „wenn für eines dieser Module eine aktualisierte Software vorhanden ist“, wie das KBA schreibt. In anderen Behördenhinweisen ist davon die Rede, dass die Hochvoltbatterie ausgetauscht werde, wenn nach diesem Update weitere Fehlercodes auftreten. Der Rückrufcode lautet „95B“.

Die Maßnahme „74B“ wird ebenfalls durch einen möglichen Fahrzeugbrand ausgelöst, der dem KBA zufolge im „ungünstigsten Fall“ auftreten kann. Die wahrscheinlichere unerwünschte Folge einer fehlerhaften Verschraubung am Kabelanschluss des IDCM ist aber ein plötzlicher Motorstillstand, weil die 12-Volt-Batterie nicht geladen wird. Weltweit 3.615 Jeep Compass und Renegade benötigen deshalb eine Überprüfung des Anschlusses des 12V-Batterie-Ladekabels, davon 500 hierzulande. Bei Bedarf erfolgt bei den Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 9. November 2021 bis 7. Mai 2024 eine Nachbesserung der Verschraubung.

Zur Dauer der beiden Abhilfemaßnahmen lagen bis Redaktionsschluss keine Angaben aus der Stellantis-Pressestelle vor. Unter der Kundenhotline 008000 - 426 5337 lassen sich weitere Infos erfragen.

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