Ford-Rückrufe Fehler an Stoßdämpfern und Türverriegelung

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Eine größere Maßnahme betrifft den Mustang Mach-E, weil Fahrzeuginsassen bei einem Spannungsabfall der 12-Volt-Batterie eingeschlossen werden könnten. Überschaubarer fällt dagegen eine Fahrwerkskontrolle beim Transit Custom aus.

Elektro-Mustangs brauchen ein Update.  (Bild:  Ford)
Elektro-Mustangs brauchen ein Update.
(Bild: Ford)

Laut einer Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) ruft Ford weltweit rund 327.000 Einheiten des Mustang Mach-E zurück. Ziel ist die „Bordnetzstabilisierung“, die durch eine „Aktualisierung des Antriebsstrangsteuergeräts“ erreicht werden soll – so die recht vage Formulierung in der Bekanntmachung von Mitte Oktober. Mehr Klarheit liefert die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, welche die Maßnahme mal wieder mehrere Monate früher veröffentlichte. Demnach erfolgt die Aktion aufgrund einer Fehlfunktion der elektronischen Türverriegelung. Fällt die Spannung der 12-Volt-Batterie infolge einer Entladung unter 8,4 Volt, können die Türen verriegelt bleiben, nachdem Fahrer oder Beifahrer das ausgeschaltete Fahrzeug von innen verlassen haben.

Ford meldete der Behörde mehrere Einzelfälle, bei denen Kinder im Innenraum eingeschlossen waren und Fahrzeughalter die Scheiben einschlugen, um sie zu befreien. Unfälle oder Verletzungen wurden nicht registriert. Um dies künftig zu verhindern, aktualisiert der Hersteller zwei Steuergeräte – das Powertrain Control Module (PCM) und das Secondary On-Board Diagnostic Control Module C (SOBDMC). Dadurch bleibt die Stromversorgung durch den DC/DC-Wandler auch nach dem Ausschalten des Fahrzeugs für weitere zwölf Minuten aktiv – und damit auch die Türverriegelung.

Dies gilt für Elektroautos, die zwischen dem 24. Februar 2020 und dem 3. Juni 2025 die Werke im mexikanischen Cuautitlán und chinesischen Chongqing verließen. Der interne Aktionscode „25S65“ gilt laut KBA hierzulande für rund 14.500 Einheiten. Das Update soll in der Regel in einer halben Stunde erledigt sein, kann aber offenbar auch bis zu 4,5 Stunden dauern.

Stoßdämpfer-Kontrolle beim Transit Custom

Ohne Stückzahlangabe blieb bislang eine weitere KBA-Meldung zum Ford Transit Custom. Da nur ein kurzer Produktionszeitraum zwischen dem 12. und 19. Juli 2025 betroffen ist, dürfte der Umfang der Aktion 25S85 überschaubar sein.

Die Vertragsbetriebe müssen die hinteren Stoßdämpfer prüfen und gegebenenfalls ersetzen, weil sie brechen könnten. Laut KBA kann dies die Fahrstabilität beeinträchtigen, die hintere Bremsleitung beschädigen und auch zum Lösen der Schraubenfeder führen.

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