Umfrage Freie Werkstätten am Scheideweg zwischen Verbrenner und E-Mobilität

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

47 Prozent der freien Werkstätten setzen auf E-Mobilität – doch nur wenige investieren gezielt. Welches die größten mentalen bzw. tatsächlichen Hürden sind, das hat der Ersatzteilanbieter Meyle in einer Befragung herausgefunden.

Als Ersatzteilhersteller sieht sich Meyle als Brückenbauer und unterstützt Werkstätten dabei, ihren gewählten Weg erfolgreich zu gehen.  (Bild:  Meyle)
Als Ersatzteilhersteller sieht sich Meyle als Brückenbauer und unterstützt Werkstätten dabei, ihren gewählten Weg erfolgreich zu gehen.
(Bild: Meyle)

Der Independent Aftermarket zeigt sich beim Thema E-Mobilität gespalten. Das verdeutlicht eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Firma Meyle in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG. Ein Jahr nach der Grundlagenstudie wurden dieses Mal 100 freie Werkstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Zukunftserwartungen befragt. Das zentrale Ergebnis: Die Branche teilt sich in zwei nahezu gleich große Lager. Während 53 Prozent der Befragten sogar eine Verschiebung ihres Geschäfts in Richtung Verbrenner erwarten, sehen 47 Prozent ihre Zukunft in der E-Mobilität.

So kommen die Umfragemacher zu dem Ergebnis: Die Branche ist ohne klaren Konsens. Und es herrscht eine deutliche Diskrepanz zwischen Erkenntnis und Umsetzung: 47 Prozent der Werkstätten erkennen in E-Fahrzeugen ein Geschäftsfeld mit Wachstumspotenzial, doch lediglich 16 Prozent haben bislang in entsprechende Schulungen für ihre Mitarbeitenden investiert. Selbst unter denjenigen, die die E-Mobilität als zukünftiges Schwerpunktthema sehen, haben bislang nur etwa ein Drittel (34 Prozent) ihre Mitarbeiter konsequent weitergebildet.

Werkstätten, die am Verbrenner festhalten, haben laut Meyle nachvollziehbare Gründe: 49,1 Prozent geben an, dass ihre Kunden hauptsächlich Verbrenner fahren. Dementsprechend sagen 39,6 Prozent, dass die Nachfrage nach E-Services zu gering sei. Außerdem fehlt 22,6 Prozent die technische Ausstattung für E-Fahrzeuge, und 32,1 Prozent empfinden die notwendigen Investitionen als zu hoch.

„Das Verbrennergeschäft funktioniert gerade so gut, dass viele Werkstätten aktuell kaum Grund für eine Veränderung sehen – doch wer nur auf die heutige Kundschaft schaut, könnte die Kunden von morgen übersehen“, kommentiert Patrick Stüdemann, Head of Technical Training bei Meyle. Werkstätten, die sich auf E-Mobilität ausrichten, verfolgen damit konkrete Ziele: 40,4 Prozent möchten neue Kundengruppen gewinnen, 36,2 Prozent bereiten sich aktiv auf das erwartete Marktwachstum vor und 31,9 Prozent streben gezielt nach Wettbewerbsvorteilen.

Freie Werkstätten brauchen Unterstützung, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Ihre Erwartungen an Ersatzteilhersteller sind klar definiert: 45 Prozent wünschen sich Zugang zu Ersatzteilen und Lösungen für E-Fahrzeuge, 37 Prozent benötigen technische Schulungen zu Elektro- und Hybridfahrzeugen, und 47 Prozent brauchen Zugang zu Diagnosewerkzeugen und Reparaturanleitungen. „Die Spaltung der Branche ist keine Katastrophe, sondern eine Chance für diejenigen, die eine konkrete Strategie verfolgen und entsprechend handeln. Die einen optimieren das etablierte Geschäft, die anderen erobern als Pioniere den Zukunftsmarkt. Beides kann funktionieren, aber wer jetzt keine bewusste Entscheidung trifft, wird in wenigen Jahren von beiden Seiten überholt“, erklärt Patrick Stüdemann und ergänzt: „Als Ersatzteilhersteller sehen wir uns dabei als Brückenbauer – wir unterstützen Werkstätten dabei, ihren gewählten Weg erfolgreich zu gehen.“

(ID:50474174)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung