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FAS und autonomes Fahren

Daniel Pötzsch von der Robert Bosch GmbH, erläuterte, warum Betriebe Kalibrier- und Justagevorrichtungen für Fahrerassistenzsysteme (FAS) benötigen. Die Sensoren, Radarsysteme und Kameras müssten nach Reparaturen wieder genau ausgerichtet werden, um die Funktionsweise der FAS-Systeme zu gewährleisten. FAS seien der Einstieg in das autonome Fahren. Pötzsch zeigte die verschiedenen Level des autonomen Fahrens auf. Derzeit würden sich viele Fahrzeuge im Level 2 bewegen, das heißt, das Fahrzeug greift selbstständig ein, wenn der Fahrer nicht reagiert. Im Level 3 könne sich der Fahrer für kurze Zeit vom Verkehrsgeschehen abwenden, müsse aber schnell eingreifen können. Level 4 bedeute, dass der Fahrer sogar schlafen könne, aber grundsätzlich die Steuerung für bestimmte Abschnitte übernehmen können müsste. Level 5 bedeutet, dass der Fahrer zum Passagier wird – das Fahrzeug ist autonom unterwegs.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags erläuterte Pötzsch, welch unterschiedliche Sensoren, Radar- und Kamerasysteme heute schon im Fahrzeug verbaut sind. Je leistungsfähiger die Systeme seien, umso anspruchsvoller sei ihre Kalibrierung. Pötzsch zeigte zudem die verschiedenen Targets (Kalibriertafeln), die für die Kalibrierung benötigt werden. Er wies darauf hin, dass die Reparaturhistorie eines Fahrzeugs aufzeigen könne, wer zuletzt am FAS gearbeitet habe, bzw. die Kalibrierung vorgenommen habe. Gerade in freien Werkstätten würde das Thema oft unterschätzt. Würde zum Beispiel für eine Klimawartung an der Frontschürze geschraubt, müssten die Systeme neu kalibriert werden – ansonsten könne es passieren, dass die Werkstatt im Falle eines Unfalles haften müsse. Das Gleiche gelte für den Fall, dass die Werkstatt an der Fahrwerksgeometrie etwas verändere (beispielsweise Spureinstellung).

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Anschließend lieferte der ZKF-Außendienstler Jürgen Struchholz, einen Überblick zu den Leistungen des ZKF, von Repair-Pedia, über IFL und SOS Rechnungskürzung bis hin zum umfassenden Schulungsangebot und den Zusatz-Zertifizierungen des ZKF wie Fachbetrieb für E-Mobilität, Caravan-Fachbetrieb und Oldtimer-Fachbetrieb. Michael Zierau, Technischer Leiter des ZKF, vertiefte die Informationen zum Fachbetrieb für E-Mobilität. Zunächst machte er auf die Gefahren durch die Hochvoltanlagen aufmerksam und die zusätzlich notwendige Qualifikation, die ein Mitarbeiter benötigt, wenn er an Elektroautos arbeiten soll oder will. Den letzten Vortrag hielt die Unternehmensberaterin Bianka Müller. Sie brachte den Teilnehmern Knigge etwas näher und zeigte auf, wie sich gute Umgangsformen auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken.

Während des abschließenden Gala-Abends des Landesverbandstag gab es noch einige Ehrungen: Die silberne Ehrennadel des Landesverband Thüringen erhielt Gaston Vater, die goldene Ehrennadel des ZKF erhielten Johannes Büchel, Siegfried Jahn und Harald Scholz. Der nächste Landesverbandstag in zwei Jahren wird in Potsdam stattfinden.

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