Freizeitmobile Gewerbezulassungen ziehen den Markt nach unten

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Reisemobilbranche ist schwach ins neue Jahr gestartet. Der Branchenverband CIVD sieht jedoch noch keinen Grund zur Sorge – speziell der Privatmarkt sende positive Nachfrage-Zeichen.

Die Neuzulassungen von Reisemobilen sind im ersten Quartal 2025 deutlich zurückgegangen. Dafür gibt es aus Sicht des Branchenverbands CIVD allerdings Gründe.(Bild:  Ahirb Camp)
Die Neuzulassungen von Reisemobilen sind im ersten Quartal 2025 deutlich zurückgegangen. Dafür gibt es aus Sicht des Branchenverbands CIVD allerdings Gründe.
(Bild: Ahirb Camp)

Der Absatz von Freizeitmobilen ist verhalten ins neue Jahr gestartet. Nach dem ersten Quartal liegen die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans 12,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Laut dem Caravaning Industrieverband Deutschland (CIVD) kamen von Januar bis März 21.630 Fahrzeuge neu auf die Straßen. Es ist zugleich der schwächste Wert der letzten vier Jahre.

Der Branchenverband CIVD bewertet das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Den Angaben zufolge gehen die rückläufigen Zahlen auf eine schwache gewerbliche Nachfrage zurück. „Die Nachfrage privater Käufer bewegt sich hingegen weiterhin auf einem hohen Niveau und übertrifft das Vorjahresergebnis“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Zuletzt, im Monat März, seien die Privatzulassungen im Jahresvergleich sogar um 4 Prozent gestiegen.

Ein kleiner Lichtblick ist zudem die Entwicklung bei den Caravans. In dieser Fahrzeugkategorie sei der Rückgang mit minus 5,9 Prozent auf 4.741 Einheiten im Vergleich zum Ergebnis 2024 eher moderat ausgefallen. Man muss dabei allerdings beachten, dass die Caravan-Zahlen seit Jahren tendenziell rückläufig sind.

Später Ostertermin verzerrt die Zahlen

Umso mehr schmerzt der starke Rückgang im Boomsegment der letzten Jahre, den Reisemobilen. In dieser Sparte weist die Statistik einen Rückgang um 14,7 Prozent auf 16.889 Einheiten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres aus. Besonders betroffen von der Kaufzurückhaltung waren kompakte Camper-Vans ohne Bad, deren Zulassungszahlen deutlich unter dem Vorjahresergebnis lagen.

Gleichzeitig hätten speziell junge Unternehmen der Branche, die auf die Vermietung von Fahrzeugen spezialisiert sind, in diesem Frühjahr weniger in ihre Mietflotten investiert. In diesem Umstand dürfte sich die derzeitige allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit in einer zurückhaltenden Investitionsneigung niederschlagen.

Hoffnung auf bessere Zahlen macht sich der CIVD wegen des späten Ostertermins in diesem Jahr. Dadurch sei die Anmeldung von Mietfahrzeugen durch den Handel geschoben worden. Die Welle an Erstzulassungen werde sich in den April-Zahlen niederschlagen, erwarten die CIVD-Marktbeobachter. „Die Branche hatte bereits mit einem verhaltenen Start gerechnet“, bestätigt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.

Gefragte Gebrauchtmodelle

Positiv wertet der Verband zudem die gut besuchten Frühjahrs-Messen in der Branche. Dies unterstreiche das anhaltend große Interesse der Verbraucher am mobilen Reisen. Ein weiterer Beleg für die ungebrochene Nachfrage sei der Gebrauchtfahrzeugmarkt: In den ersten drei Monaten des Jahres wechselten insgesamt über 39.000 gebrauchte Caravans und Reisemobile den Besitzer. Damit sei das sehr hohe Vorjahresniveau bei den Besitzumschreibungen erneut erreicht worden, hieß es vom CIVD.

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