Crashvorsorge „Ich zweifle, dass man die Preissteigerung noch aufhalten kann“

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Im Interview beschreibt Dr. Christoph Lauterwasser, Generalsekretär des Verbands der Versicherungs-Forschungszentren RCAR, warum Unfallreparaturen immer teurer werden und wie sich chinesische Hersteller hier aufstellen.

Dieser VW ID 3, ausgestellt auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Reparaturkosten liegen bei rund 45.000 Euro.(Bild:  Rosenow – VCG)
Dieser VW ID 3, ausgestellt auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Reparaturkosten liegen bei rund 45.000 Euro.
(Bild: Rosenow – VCG)

Die Kosten für die Unfallschadenreparatur, vor allem für Originalteile, sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Wird sich dieser Trend fortsetzen?

Dr. Christoph Lauterwasser: Die Fahrzeuge im Bestand sind ja schon relativ alt, 10,6 Jahre im Durchschnitt. Viele neue Technologien sind aber erst seither in der Breite in den Markt gekommen, nehmen wir etwa LED-Scheinwerfer, batterieelektrische Fahrzeuge oder die Sensorik. Deshalb gibt es immer mehr Fahrzeuge mit einem hohen Ausstattungsgrad. Die Komplexität der Fahrzeuge nimmt zu und das treibt die durchschnittlichen Kosten. Der zweite Aspekt sind Folgekosten. Wenn man beispielsweise die Sensorik für Fahrerassistenzsysteme betrachtet, dann kommt immer häufiger der Aufwand für die Kalibrierung hinzu. Oder für Ersatzteile, wenn beispielsweise die Stoßfängerhaut aufgrund der Herstellervorgaben nicht mehr instandgesetzt werden darf. Diese Marktentwicklung lässt mich daran zweifeln, dass man die Preissteigerung noch aufhalten kann.