Betrug mit historischen Fahrzeugen Klaus Kienle tot aufgefunden

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 1 min Lesedauer

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Der Hauptverdächtige im Fall Kienle verstarb am 1. April im Alter von 77 Jahren. Es wird von einer natürlichen Todesursache ausgegangen. Welchen Einfluss hat der Tod von Klaus Kienle auf das Ermittlungsverfahren?

Klaus Kienle verstarb am 1. April im Alter von 77 Jahren. Damit enden die Ermittlungen gegen die Person, nicht aber gegen das Unternehmen und gegen andere beteiligte Personen.(Bild:  Dominsky – VCG)
Klaus Kienle verstarb am 1. April im Alter von 77 Jahren. Damit enden die Ermittlungen gegen die Person, nicht aber gegen das Unternehmen und gegen andere beteiligte Personen.
(Bild: Dominsky – VCG)

Es wäre ein makabrer Aprilscherz gewesen, doch in den Fall Kienle involvierte Personen bestätigten gegenüber »kfz-betrieb« den Tod des Hauptverdächtigen. Wörtlich: „Am gestrigen Nachmittag wurde Klaus Kienle tot in seinem Haus aufgefunden. Der Totenschein enthält den Eintrag ‚natürliche Todesursache‘. Gründe, daran zu zweifeln, sind nicht erkennbar.“

Damit enden die Ermittlungen gegen die Person Klaus Kienle gemäß den Paragrafen 170 und 206a der Strafprozessordnung (StPO). Hintergrund: Gegen Tote kann keine Klage erhoben werden. Die Ermittlungen gegen das Unternehmen Kienle Automobiltechnik und womöglich gegen weitere Personen laufen jedoch weiter. Allerdings: „Nach dem Tod des Hauptverdächtigen werden wohl weniger Details an die Öffentlichkeit gelangen“, vermutet eine der in den Fall involvierten Personen und begründet das mit Klaus Kienle als mutmaßlich führendem Kopf des Betrugs. Demnach existiert bislang eine Vielzahl von Anklagepunkten, von denen nun ein Teil fallen gelassen werden muss.

Für die Öffentlichkeit begann der Fall Kienle am 31. Mai 2023. Ab exakt 9:00 Uhr durchsuchte das LKA Baden-Württemberg die Firmenstandorte von Kienle Automobiltechnik und die Privatwohnungen der Firmeninhaber. Im Raum stand und steht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs mit dem Verkauf von gefälschten Oldtimern.

Zuvor wurde über Monate ermittelt. „Am 17. März 2023 übersandte das Bundeskriminalamt (BKA) dem LKA Baden-Württemberg einen Hinweis, dass eine Firma aus Ditzingen einen betrügerischen Handel mit exklusiven Oldtimern betreibe. Der Verdacht lag nahe, dass diese Firma von lange nicht gehandelten Oldtimern professionelle Dubletten fertigte und verkaufte“, hieß es in der anfänglichen gemeinsamen Pressemitteilung von LKA Baden-Württemberg und Staatsanwaltschaft Stuttgart zum Fall Kienle.

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