Oldtimer mit verfälschter Identität
Legal? Illegal? Nicht egal.
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Parallel zur Aufklärung der Betrugsfälle mit historischen Fahrzeugen, speziell Mercedes-Benz 300 SL (W198), geht es auch um die Legalisierung solcher Fahrzeuge, deren Identität verfälscht wurde. Wie funktioniert das? Der Fall Kienle vom anderen Ende her betrachtet.
Der Vorwurf von Staatsanwaltschaft Stuttgart und Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg gegen die inzwischen insolvente Kienle Automobiltechnik GmbH lautet: gewerbsmäßiger Betrug mit dem Verkauf von gefälschten Oldtimern. Konkret steht eine hohe zweistellige Zahl möglicher Anklagepunkte im Raum. Doch ob sich der Fall Kienle am Ende gänzlich aufklären lässt, ist fraglich. Das dürfte auch am Tod des Hauptverdächtigen Klaus Kienle am 1. April 2025 liegen. Gegen Tote wird bekanntermaßen nicht weiter ermittelt.
So viel ist jedoch mittlerweile bekannt: Der Begriff „gefälscht“ im Vorwurf der Ermittlungsbehörden greift zu kurz. Denn bei Kienle Automobiltechnik und vermutlich auch anderswo wurden Fahrzeuge der Mercedes-Benz-Baureihen 300 SL Coupé und Roadster (W198 bzw. W198 II) nach diesen Mustern „bearbeitet“:
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