Automechanika / Schadentalk Miteinander, gegeneinander – wohin steuert der Schadenmarkt?

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz 2 min Lesedauer

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Die K&L-Branche steht vor anderen Herausforderungen als noch vor zwei Jahren. Beim Schadentalk auf der Automechanika stellen sich Schadenlenker und Versicherungen den kritischen Fragen der Moderatoren Christian Simmert und Konrad Wenz.

(Bild:  schaden.news)
(Bild: schaden.news)

Im Bereich der aktiven Schadensteuerung durch Versicherungen und Schadenlenker liegt vieles im Argen. Die Tatsache, dass es quasi keine unabhängigen Schadensteuerer mehr gibt, hat die Situation eher verschärft. Die Innovation Group gehört der Allianz, DMS hat sich die Global Automotive Service GmbH (G.A.S.) einverleibt, an Riparo sind die Versicherungen Provinzial, R+V und Württembergische beteiligt usw.

Die Strategie dahinter ist klar: Versicherer wollen sich die sinkenden Reparaturkapazitäten sichern, um ihre Schadenfälle schnell und günstig abwickeln zu können. Doch es funktioniert nicht – Schlagworte wie „kooperatives Schadenmanagement“, „Partnerschaft“ und „Begegnung auf Augenhöhe“ entsprechen nicht der Realität in den Werkstätten.

Die Moderatoren und Chefredakteure Christian Simmert (schaden.news) und Konrad Wenz (»Fahrzeug+Karosserie«) diskutieren auf der Automechanika am 13. September 2024 in Halle 11.1, Stand C43, unter dem Motto „Miteinander, gegeneinander – wohin steuert der Schadenmarkt“ mit Versicherern, Schadenlenkern und Verbänden über Probleme, Strategien und eventuelle Lösungsansätze für ein besseres Miteinander.

Unzufriedenheit wächst

Werkstattbetreiber beklagen sich beispielsweise über lange Bearbeitungszeiten ihrer Reparaturrechnungen. Dazu kommt, dass (willkürliche) Rechnungskürzungen nach wie vor zur Tagesordnung gehören – selbst dann, wenn die Rechnungen den vorher abgestimmten Kostenvoranschlägen entsprechen und eine Freigabe beziehungsweise Kostenübernahme durch den Versicherer vorliegt.

Darüber hinaus kämpfen Werkstätten mit der Kostenexplosion, die in den Vereinbarungen zum Stundenverrechnungssatz kaum Berücksichtigung findet. Die Versicherer wälzen administrative Aufgaben nach wie vor auf Werkstätten ab, ein einheitliches Schadenportal gibt es nach wie vor nicht. Und der Fachkräftemangel tut sein Übriges, um die Situation zu verschärfen. Denn selbst wenn die Werkstätten die durch Versicherungen und Schadensteuerer gelenkten Schäden bearbeiten wollen, können sie es nicht – die Kapazitäten sind einfach nicht vorhanden.

Während der Talkrunde in Frankfurt sind führende Vertreterinnen und Vertreter des Schadenmanagements auf der Bühne. Über die aktuelle Lage und die weitere Entwicklung in der Schadensteuerung diskutieren Stefan Artz (Allianz Versicherung), Martin Schneider (HUK-Coburg), Mark Alagna (Innovation Group), Jürgen Schmidt (Riparo), Dimitra Theocharidou-Sohns (Service Partner Netzwerk SPN) und Kai Gräper (DMS Deutschland) mit Spitzenverbänden. Beim Schadentalk vertreten ZKF-Präsident Arndt Hürter, Bundesinnungsmeister Detlev Peter Grün (ZDK) und BVdP-Geschäftsführer Michael Pinto die Interessen der Werkstätten.

Mehr Infos, die Anmeldung zum Schadentalk und kostenlose Tickets für die Automechanika finden Sie unter www.schadentalk.de sowie in der kommenden Ausgabe der »Fahrzeug+Karosserie« (Ausgabe 8 / 2024).

 (we)

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