Unter dem Motto „RETHINK“ - Nachhaltigkeit im Lackierbetrieb, fand im November die Acoat Selcted Management Konferenz statt. thematisch ging es um die aktuelle Lage der Branche, die Steigerung der Energiepreise, den Fachkräftemangel und die Unternehmensführung.
Über 550 Partnerbetriebe von AkzoNobel waren zur Management Konferenz gekommen - hier die Sales Manager der Region DACH mit ihrem Statement zur Marktlage.
(Bild: Jürgen Klasing)
Bereits Mitte November fand in München die Acoat Selected Management Konferenz statt, die über 550 Partnerbetriebe des Lackherstellers AkzoNobel (Sikkens und Lesonal) besuchten. Ignacio Román Navarro, Direktor EMEA bei Akzo Nobel, begrüßte die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Er beschrieb die aktuelle Marktlage als schwierig und herausfordernd, weil beispielsweise Lieferketten gestört seien, Energie sich stark verteure und die hohe Inflation die Lackierbetriebe stark belaste. „Aber wir haben Hilfen für unsere Partnerbetriebe bereitgestellt, führte Navarro aus und verwies auf die Nachhaltigkeit im Unternehmen als Vorteil gegenüber Mitbewerbern.
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Rethink – die Notwendigkeit zum Umdenken, unter diesem Leitsatz gaben die Sales Manager der Schweiz Amedeo Bornova, Daniel Kapeller für Österreich und Stefan Oesterling für Deutschland je einen kurzen, nationalen Lagebericht ab. Schnell wurde klar, dass alle Reparaturfachbetriebe in den drei Ländern von den gleichen Herausforderungen betroffen sind: Die Betriebsinhaber/innen sollten sich nachhaltig aufstellen.
Dazu gehöre neben der Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals sowie der aktiven Nachwuchssuche eine effiziente und autarke Energieversorgung, sowie eine Strategie durch Erweiterung oder Modifizierung von neuen Dienstleistungen, um zusätzliche Kunden zu gewinnen, zum Beispiel mit der Caravan-Reparatur oder der E-Mobilität.
Für den Schweizer Markt hob Amedeo Bornova noch hervor, daß gerade viele Betriebsübernahmen und Nachfolgeregelungen das Geschehen bestimmen. Übernahmen liegen wohl gerade im Trend, sagte der Sales Manager.
Wie sich Nachhaltigkeit in der Reparaturlackierung umsetzen lässt, zeigten Torsten Schmiegel von Akzo Nobel, Timo Sehon von Sehon Lackieranlagen und Ralf Krause von Premiotherm. Schmiegel stellte vor, welche Beratung der Lackhersteller für einen Um- oder Neubau liefern kann und wo Einsparungspotenzial in der Reparaturlackierung besteht. Moderne Lackieranlagen und Vorbereitungsplätze stellte Sehon vor und Krause präsentierte einen kompakten Energie-Wärme-Versorgungsplan für den Lackierbetrieb, der alle Bereiche berücksichtigt.
Auch aus Sicht der Versicherungsgesellschaften wird zunehmend auf Nachhaltigkeit bei der Reparatur geschaut, erklärte Thomas Behl vom Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München. Mit konkreten Schritten will die Allianz Versicherung nachhaltiges Schadenmanagement voranbringen: Neben der Steigerung der Begutachtung von Schäden durch Videoaufnahmen und Instandsetzen vor Erneuern, die „grüne Reparatur. Diese Instandsetzung bringt gegenüber dem Einsatz von Neuteilen eine Reduzierung der CO2-Emissionen und Einsparungen im gesamten Reparaturprozess. Ein besonders hohes Potential liegt dabei im Einsatz von gebrauchten Ersatzteilen und bei der Wiederaufbereitung von Scheinwerfern, beide Verfahren sind, mit Ausnahme von Deutschland, europaweit im Einsatz. In Deutschland sind sie (noch) gesetzlich verboten.
Energie im K+L-Fachbetrieb
Der seit einigen Jahren vorherrschende Fachkräftemangel wurde übereinstimmend in der Diskussionsrunde von fünf Betriebsinhabern unterstrichen. Nur mit einem guten Team aus Facharbeitern könne der Betrieb wirtschaftlich, produktiv und nachhaltig arbeiten. Moderne Anlagetechnik und Energieversorgung, Beleuchtung mittels LED, Blockheizkraftwerk oder eine UV-Trocknung würden zudem die Energiebilanz verbessern. Alle Diskussionsteilnehmer verrieten den Zuhörern wie sie in ihren Betrieben Einsparung durchführen.
Dabei stehe auch die Motivation der Mitarbeiter im Mittelpunkt des Unternehmens. Gemeinsame Veranstaltungen, Teamprojekte oder das Gespräch in großer Runde helfen beim „Gemeinsam als Team arbeiten“.
In der Frage nach ihrer Zukunft war sich die Runde einig – sie sehen sie optimistisch. Der Schweizer Patrick Balmer von der Carrosserie Spiez AG bedankte sich an dieser Stelle ausdrücklich für die Unterstützung durch das Werkstattnetz Acoat Selected, das allen Partnern partnerschaftlich zur Seite stand.
Innovative Produkte
Den Energieverbrauch reduzieren - dabei unterstützen einige Produkte des Lackhersteller die Fachbetriebe des Werkstattnetzes. Mit einem Energierechner, einer Prozessanalyse oder dem Optimierungsprogramm PCE – kurz für Process Centered Environment – und dem Paint PerformAir-Rechner stehen beispielsweise digitale Analysewerkzeuge zur Prozess- und Energieoptimierung, sowie der Ermittlung von Betriebskennzahlen zur Verfügung. Welche Effekte diese im Einzelnen haben, zeigte Raimondo Stau in seinem Vortrag auf.
Stand: 08.12.2025
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Die Produktmanagerin VR DACH, Natalija Pekas gab noch einen kurzen Einblick in die stetige Optimierung der Lackprodukte von Akzo Nobel. Und in wenigen Monaten soll ein neuer Füller für die Lackmarken Sikkens und Lesonal eingeführt werden. Seine Vorteile sind eine kürzere Ablüftzeit, ein sehr guter Korrosionsschutz und eine hohe Spritzsicherheit.
Das umfangreiche Schulungsangebot, die Seminare und die technischen Trainingseinheiten im Lackierschulungszentrum stellte abschließend Acoat Selected-Manager Kai Gräper vor und unterstrich, dass Produkt und Prozess aufeinander abgestimmt sein müssten, um Energie zu sparen. Mittels einer Werkstattanalyse seien die Verbesserungspotenziale zu erkennen und umzusetzen. Für neue Fachkräfte könnten die Bildungsakademie „restart“ oder für die Nachwuchssuche eine Messeausstattung mit digitalem Spritzstand vom Lackhersteller genutzt werden. Mit Caravan SN hilft man als Schadensteuerer bei der Werkstattauslastung ebenso wie die Global Automotiv Service GmbH (GAS) für zusätzliche E-Fahrzeuge-Aufträge im Unternehmen.
Neue Führung in Deutschland und der Region DACH
Wer ist Ansprechpartner? Die personellen Veränderungen sollten alle Partnerbetriebe kennen und so stellte Akzo Nobel zunächst die neuen Führungsteams vor:
Für den deutschen Reparaturmarkt ist jetzt die Managerin Jeanette Ast-Leiner als Vertriebsleiterin zuständig. Sie übernimmt die Aufgaben von Benjamin Burkard, der das Unternehmen verlassen hat. Jörg Anders verantwortet zukünftig als Regionalmanager die Aktionen für die Karosserie- und Lackierbetrieb in der Region DACH+. Zusammen mit Acoat Selected-Manager Kai Gräper bilden sie ein Dreierteam für den Reparaturmarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.