Werkstattchemie
Nicht zum Giftmischer werden
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Reiniger und andere Werkstattchemikalien sind nützlich, können aber auch Gefahren für die Gesundheit der Mitarbeiter darstellen. Ein auf die Kfz-Branche spezialisierter Lieferant und ein Chemieprofessor geben Hinweise, wie sich diese Gefahren reduzieren lassen.
Vor einigen Monaten ging durch die Presse, dass eine Frau wohl mehrere Haushaltsreiniger zusammengeschüttet und hierdurch gesundheitliche Schäden erlitten hat. Dieses Szenario scheint auch im professionellen Bereich der Werkstätten und Autohäuser keinesfalls ausgeschlossen.
Was war geschehen? „Wahrscheinlich ist, dass bei dem Vorfall reaktive chemische Produkte zusammengeschüttet wurden, also Stoffe, die leicht mit anderen Substanzen reagieren“, mutmaßt Dr. Johannes Halama. Der Teamleiter internationale Produktentwicklung der Berner Group beschreibt ein mögliches Szenario, wie es auch in Kfz-Betrieben vorkommen kann: „Weil es schnell gehen muss, greift man auf der Suche nach einem leeren Kanister zum erstbesten Behälter und befüllt diesen ohne nähere Prüfung mit einem Fremdprodukt. Je nachdem, welche Rückstände sich möglicherweise noch im Kanister befinden, verringert sich im günstigsten Fall nur die Wirkung der neu eingefüllten Substanz. Sind die Inhaltsstoffe aggressiv und lösen eine Reaktion aus, kann das aber auch schlimmere Folgen haben.“
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